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Cremeschnitte mit Senf

Cremeschnitte mit Senf

Endlich ist mal etwas los in Hottingen. In unserem zwar sehr schönen, aber sonst doch eher biederen Quartier machen sich Hausbesetzer breit. Weil ein Rekurs aus der Nachbarschaft erhoben wurde, der die Länge des Neubaus kritisiert. Dieser sei zu wuchtig für das Quartier.

Ging der Schuss für die Rekurrenten nun nach hinten los? Statt des Prestigebaus mit hochwertigen Miet- und Eigentumswohnungen inklusive gut betuchten Nachbarn, müssen sie jetzt mit einem Nachbarshaus mit eingeschlagenen Fenstern sowie riesigen Transparenten leben – die Polizei stets vor der Hütte.

Doch schade ist es schon. Herzige Fin-de-Siècle-Häuser, wegen denen man gerne durchs Quartier schlendert, weichen mehr und mehr klobigen Ersatzbauten, die an einem Stück und über mehrere Parzellen hinweg errichtet werden.

Eins ist klar: Zürich braucht Wohnraum und der Platz ist begrenzt. Eine bessere Ausnutzung der Grundstücke und Verdichtung macht ja auch durchaus Sinn. Auf der Strecke bleibt dafür die Diversität und Verspieltheit der kleineren Vorgängerbauten, deren Zwischenräume zu Gunsten eines weiteren stereotypen Wohnbalkens eliminiert wurden.

Machen wir eine kleine Assoziationsreise: Stellen Sie sich eine geschlossene Patisserie-Schachtel Ihres Lieblings-Patissiers vor. Gibt es etwas Verheissungsvolleres?

Aus Erfahrung kann ich sagen: Wenn es bei uns in der Agentur alle Jubeljahre einmal Patisserie gibt, warten alle gespannt, bis das Geheimnis des Inhalts gelüftet wird. Doch bevor es soweit ist, kreisen die Gedanken längst von Mocca Eclair, Japonais, Windbeutel, Zuger-Kirsch-Törtchen, Carac oder Diplomat … über Erdbeer-, Himbeer- oder Fruchttörtchen … bis hin zu Schwarzwälderli, Schoko-Träumli, Maracaibo-Truffe und Mohrenkopf. Ob wohl das Lieblingsstück dabei ist? Die Mannigfaltigkeit an Formen und Farben ist jedes Mal hinreissend und eine wahre Wohltat für die Augen.

Und jetzt stellen Sie sich vor: Sie öffnen die Schachtel und drinnen hat es ausnahmslos Cremeschnitten. Gut gemachte Cremeschnitten sind etwas Herrliches, gar keine Frage. Aber nur noch Cremeschnitten? Für den Rest des Lebens? – Quelle Tristesse!

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