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Die spinnen, die Zürcher!

Die spinnen, die Zürcher!

Zürich, heute Morgen auf dem Weg zum Praktikum in der Agentur: Eine ungeduldige Menge steht Schlange. 20 Minuten ist live dabei. Ein Mann im selbstgemachten Hut zum Anlass ist 600 Kilometer weit angereist.

Nein, es gibt kein neues iPhone. Den riesigen Run gab’s auf… nun ja. Geld abheben. Denn wir haben seit heute ein neues 20er-Nötli.

Passend zum Sommeranfang präsentiert sich der mit Schmetterlingen verzierte Schein farbenfroh in rot und blau – Colour Blocking ist ja schliesslich IN. Statt wie ernst zu nehmendes Geld, sieht er daher aber eher aus wie Spielzeugscheine aus Plastik, von denen ich es eher gewohnt bin, sie zerknittert und klebrig aus den Hosentaschen kleiner Kinder zu ziehen. Dieser Eindruck verstärkt sich noch dadurch, dass die Note an gewissen Stellen bei Reibung abfärbt. (Das ist tatsächlich Absicht, und eines der Features, die das Ding angeblich zur sichersten Note überhaupt machen. Wenn’s hilft …)

Irgendwie hat der neue Schein trotzdem eine enorme Anziehungskraft. Was wieder einmal beweist: Wenn etwas neu ist und glänzt, will es jeder sofort als Erster in die Finger bekommen. Ob es tatsächlich was taugt ist zweitrangig. Dass das mit Smartphones so geht, wusste ich schon. Aber dass sich um Geld auch so ein Hype entwickeln kann, war mir neu. Ist man denn jetzt cool, wenn man den neuen 20er hat? Funktioniert das wie mit Turnschuhen? Wird man auf dem Pausenplatz gehänselt, wenn man noch die alten hat?

Ich habe jedenfalls noch keinen ergattert. Aber vielleicht versuche ich morgen mal, irgendwo mit Monopoly-Geld zu bezahlen. Mal sehen ob’s auffällt …

Ein Gast-Apropos von Kira Segler

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