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Liebes Team von Wildbiene + Partner

Liebes Team von Wildbiene + Partner

Wir sind echte Fans von euch. Gleich zwei unserer Mitarbeiterinnen haben eines eurer Bienenhotels auf ihrem Balkon hängen. Zwei weitere werden wir an unsere Kunden verschenken. Unsere Begeisterung geht sogar so weit, dass unsere Grafikdesignerin Valentina sich drei Monate lang mit nichts anderem als dem Design eurer Marke und eures Produktes beschäftigt hat. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der F+F Schule für Kunst und Design hat sie das Bienenhotel nun, nicht neu erfunden, aber neu gedacht. Sie hat das Branding redesignt, eine neue Verpackung entwickelt und Infomaterial sowie Give-aways konzipiert.

Emsig wie eine Biene hat sie sich auf ihre Aufgabe gestürzt; Logos gestaltet und verworfen, überlegte, ob sie was mit einem Bienenflugkalender machen sollte und davon Abstand genommen, hin und her konzipiert bis ihre Gedanken nur noch um das eine Thema schwirrten und die perfekte Idee eines Tages fertig vor ihrem geistigen Auge lag. Sie musste sie nur noch umsetzen.

Das Ergebnis freute nicht nur ihre Dozentin, sondern brachte ihr auch das Diplom. Valentina startete mit dem Produkt an sich. Es besteht aus einer Aludose mit Bambusstäben als Niströhrchen und trägt damit zum Recycling bei. Dann ging es an die Verpackung mit Anleitung im Deckel und einem Info-Kartenset im Boden. Auf neun Karten erfährt der Bienenliebhaber Wissenswertes rund um seine neuen Schützlinge. Zudem beinhaltet das Set vier Postkarten zum Verschicken. Eine rundum runde Sache wurde das Ganze aber erst mit dem Branding. Das Logo repräsentiert das Niströhrchen und deutet in seinem Inneren einen Bienenkörper an. Die Farbe Rot steht für die Blumen. Auf der Visitenkarte wurde das Logo ausgestanzt. Das soll andeuten, dass man als Besitzer seine Bienen beobachten kann. Als I-Tüpfelchen konzipierte Valentina noch Give-aways: kleine Päckchen mit Samen, die zu Pflanzen heranwachsen, welche die Bienen besonders mögen.

Wir finden, diese Arbeit sollte nicht nur Theorie bleiben. Was meint ihr, liebes Team von Wildbiene + Partner? Jetzt, wo eure Bienen Winterpause machen, wäre doch die perfekte Gelegenheit für ein kleines Redesign …

 

The Queen of Content: Cat Content

The Queen of Content: Cat Content

Wir lassen die Katze aus dem Sack und verraten das Ergebnis unseres Facebook-Experiments.

Welcher Content bekommt die meisten Klicks? Sind Katzenvideos wirklich der Renner, oder erreicht man seine Follower auch mit etwas gehaltvolleren Beiträgen, beispielsweise zum Thema Online-Marketing? Wir wollten es wissen und machten den Test: Zwei Wochen lang liessen wir drei verschiedene Facebook-Posts gegeneinander antreten. Jetzt steht das Ergebnis fest.

Mit 146 Interaktionen, das heisst Klicks, Likes und Kommentaren zusammengenommen, haben Sie den Katzen die meiste Aufmerksamkeit geschenkt. Der Jö-Effekt ist nicht zu leugnen. Er sorgt für Reichweite – ganz im Gegensatz zu unserer faktenorientierten Marketing-Serie, in der wir spannende Begriffe wie Bounce Rate, Late Majority und Frequence Capping erklären. Offenbar nicht spannend genug, um die Katzen auf Facebook zu schlagen. Die Fakten landen abgeschlagen mit einem Total von 60 Interaktionen auf Platz drei.

Platz drei? Ja, ein jedes Experiment braucht eine Kontrollgruppe. Bei uns waren das Posts über Pouletbrüste, Brüstungen und Mehrbusen. Sie sehen, selbst nur minimal Anzügliches performt besser als maximal Nützliches.

Was lernen wir daraus? Content is King – und bleibt es auch. Doch der oberflächliche Blick auf Kennzahlen bringt niemanden weiter. Was interessiert meine Kunden? Was möchte ich ihnen erzählen? Und auf welche Art kann ich das am ansprechendsten tun? Das sind die Fragen, die man sich stellen sollte. Um sie zu beantworten, hilft es, die Kundenbeziehungen und früheren Interaktionen zu analysieren.

Tun wir das bei uns, dann sehen wir deutlich: Die Klicks und Reaktionen auf unsere Facebookserie haben sich generell in Grenzen gehalten. Verglichen mit den Beiträgen der letzten Monate, können Katzen, Brüste und Co. einpacken. Unsere Kunden und Follower scheinen sich eben doch nicht so leicht mit banalem Content zufriedengeben. Sie interessieren sich eher für unsere Projekte und den Agenturalltag. Wir übrigens auch. Experiment abgeschlossen.

Typografie für Geniesser

Typografie für Geniesser

Garden Grown – das neue Kultgetränk der Zürcher Urban Gardening-Szene? Nein. Garden Grown ist ein Font, mit dem wir derzeit für einen Kunden arbeiten und damit der perfekte Anlass mal wieder über unsere heimliche Leidenschaft zu schreiben: Typografie.

Garden Grown. Das klingt nicht nur nach Sommer, Sonne und Erdbeeren. Die Schrift sieht auch genau so aus. Dass das nicht immer so passt, zeigt Wolf in the City, ein Font der eher beschwingt als beängstigend daherkommt. Aber wahrscheinlich will er nur spielen. Before Breakfast wirkt hingegen tatsächlich etwas zittrig. Wir empfehlen: Vollkorn 3.0. Oder Cookie.

Für den Winter sind wir übrigens schon gerüstet. Da setzen wir weiter auf The Art of Peeing, ein Open Type Font, welcher der alten japanischen Kunst des Schneepinkelns nachempfunden wurde. Aber als treuer Leser unserer Apropos kennen Sie den ja schon.

Und zum Schluss noch eine Empfehlung für die, die es einfach und reduziert mögen: Das Reicht Gut. Finden wir auch.

Content is King! Targeted Content is King Kong. Oder: Besteht das Internet nur aus Katzenbabys und Brüsten?

Content is King! Targeted Content is King Kong.
Oder: Besteht das Internet nur aus Katzenbabys und Brüsten?

Content is King, das hat Bill Gates vor mehr als 20 Jahren vorausgesagt. Doch hat er dabei wahrscheinlich weniger an Katzenbabys gedacht. Gibt man bei Youtube den Suchbegriff Cat ein, bekommt man 77.200.000 Vorschläge (okay, minus drei Videos von Cat Stevens).

Diese Zahl ist ein Statement. Cat Content ist zu einem Phänomen geworden, mit dem sich sogar die Wissenschaft beschäftigt. Studien wollen herausgefunden haben, dass Katzenvideos positiv auf die Psyche wirken. Sie machen entspannter und bauen Stress ab. Sucht der Mensch im Internet also Ablenkung und Wohlbefinden statt Information und Erkenntnis? Ist der Jö-Effekt grösser als das Aha-Erlebnis? Wir wollen es wissen und starten unsere eigene Studie. Garantiert nicht repräsentativ und trotzdem voller Erkenntnisse (falls Sie das überhaupt interessiert).

Vom 23. Juli bis zum 3. August werden wir auf unserer Facebook-Seite nahezu täglich drei Posts gleichzeitig veröffentlichen – einen mit Katzen, einen mit Brüsten (im weitesten Sinne) und einen mit knallharten Fakten zum Thema Online-Marketing. Unsere wichtigste Frage: Welcher Content bekommt die meisten Klicks? Uns interessiert: Wie wichtig ist Qualität? Was erreichen wir mit Targeted Content? Und was bringt Content, der nur auf Reichweite setzt? Ist der oberflächliche Blick auf Kennzahlen vielleicht sogar negativ? Wir schauen auf Reichweite, Likes und Conversions. Und nach den Sommerferien steht unser Ergebnis fest: Was sorgt für Traffic und Attention? Fell, Haut oder Hirn? Wir sind gespannt!

Gummistiefel kaufen und Beet bestellen

Gummistiefel kaufen und Beet bestellen

Ich habe einen Garten. Also nicht bloss einen Rasen mit Sitzplatz, sondern so richtig mit Erde zum Harken, Sträuchern zum Giessen und Gemüse zum Ernten. Damit bin ich Teil eines Megatrends. Denn gärtnern ist in. Und das nicht erst seit der «Du lebst»-Kampagne von Hornbach.

Doch mit dem Garten kommt auch eine Verpflichtung. Das spüre ich ganz intensiv. Ich muss die Leute bekehren; ihnen erzählen, wie gut es sich anfühlt, so eine Tomatenpflanze in die feuchte Erde zu setzen. Endlich mal wieder dreckige Fingernägel. Endlich Ruhe. Nur ich und die Natur. Die Harke in der Hand ersetzt das Handy. Digital Detox – dafür geben Manager ein Vermögen aus. Ich gehe einfach vors Haus. Also nicht einfach irgendwie. Das Outfit muss schon stimmen. Da halte ich mich an meine Vorzeige-Gärtnerin: Michelle Obama. Sie zeigt: Im Dreck knien und gut dabei aussehen, das geht!

Also ziehe ich meine frisch gekauften roséfarbenen Gummistiefel an und fühle ich mich voll authentisch in dieser Urban Gardening-Szenerie. Wie ich da zwischen Zucchini und Ruccola hocke und nach ersten Erdbeeren Ausschau halte. Das fühlt sich so ursprünglich an, so intensiv, das muss ich einfach teilen. Am besten poste ich gleich eine Story auf Instagram. Oder ich starte ein Blog über mich und meine Setzlinge. Die Leute müssen wissen, was ihnen entgeht, wenn sie sich vom Bürostuhl direkt in den Fernsehsessel fallen lassen. Wäre die Welt nicht ein viel besserer Ort, wenn alle ein wenig gärtnerten? Ich habe eine Mission …

Transgender in der Pronominalen Anrede

Transgender in der Pronominalen Anrede

Niemand will mehr das Risiko eingehen, etwas falsch zu machen. Alle sollen sich zu jeder Zeit mitgenommen und abgeholt fühlen. Das ist der Zeitgeist der geschlechtergerechten Sprache. Die Konsumenten sind ausgestorben. Es gibt nur noch Konsumierende (wobei dieses Wort eine Person beschreibt, die gerade jetzt in dieser Situation etwas zu sich nimmt). Will man von Konsumenten allgemein sprechen und damit auf keinen Fall all die Shoppingqueens (und Shoppingqueers) unter den Verkaufstresen fallen lassen, dann schreibt man lieber KonsumentInnen oder besser Konument*innen. Möglich ist auch Konsument_innen. Damit auch ja kein Sonderzeichen diskriminiert wird.

Wir haben diese wunderbare neue Sprachwelt weitergedacht. Denn unser Problem sind weniger die Kunden oder Kundinnen, sondern wie wir selbige ansprechen. Waren wir schon beim Du? Oder wäre Sie angemessener? Bevor es also zum definitiven Duzis kommt, bleiben wir in Zukunft beim Du*Sie. Unsere Texte lesen sich dann in etwa so:

Liebe Frau Kundin
Danke für Dein*Ihr_en Besuch bei uns in der Arterstrasse. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Dir*Ihnen und Dein*Ihr_em Team.

Zugegeben, barrierefreies Lesen sieht anders aus. Der Lesefluss ist leicht gestört. Aber dafür treten wir nie wieder jemandem auf den Schlips*Rocksaum. Unser Beitrag für eine pronomengerechte Ansprache.

Karibik? Nein danke!

Karibik? Nein danke!

Ich schaue gerade die fantastische Serie «Haus des Geldes». In einer Folge sagt «der Professor» zur Kommissarin: «Wenn das hier alles vorbei ist, gehen wir zusammen in die Karibik.» Und ich denke nur: Nein! Tut das nicht!

Die Karibik wird überschätzt. Masslos. Man denkt an: weisse Strände, türkisfarbenes Wasser und einsame Buchten. Man denkt nicht an: nervtötende Stechmücken, schlafraubende Salsamusik und versiffte Hintergassen. Man will mal wieder so richtig entspannen, ein Buch lesen oder endlich diesen Tauchkurs machen. Man will Muscheln am Strand finden, keine Kippen! Und eine Toilette mit Klopapier und Seife wäre auch nicht zu viel verlangt, denkt man sich, wenn man da ist und wünscht sich zurück in die Schweiz. In Kuba kamen direkt wieder Kindheitserinnerungen hoch. „Wie damals in der DDR“, dachte ich, als ich die Kinder mit ihren Halstüchern und die Schlangen vor den Einkaufsläden sah. Der einzige Unterschied: An Bananen mangelt es in Kuba nicht. An Wasser und Windeln dagegen schon.

Ich weiss, was Sie jetzt denken: „Oje, du armes Luxuskind. Dann setz‘ dich doch in den Flieger nach Zürich und halt die Klappe.“ Genau das habe ich ja auch getan. Nach fünf Monaten, die im Rückblick doch sehr schön waren. Das Gedächtnis ist ein wunderbares Sieb – behält die schönen Erinnerungen und entlässt das Unschöne ins Nirvana. Doch ich bin froh, wieder in der Heimat zu sein. Hier, wo Verlass ist auf das Tram, die öffentlichen Toiletten und die höfliche Distanziertheit der Mitmenschen. Endlich muss ich mir keine Gedanken mehr darüber machen, wie ich meinen Badeanzug bei dieser Luftfeuchtigkeit je trocken bekommen soll. Ich darf mich spannenderen Themen widmen. Neuen Kampagnen-Headlines, zum Beispiel, diesem Textkonzept, das heute raus muss und dann noch schnell das Telefoninterview… Herrlich! Denn auch das wird überschätzt: am Strand liegen und nichts tun.

Die Quadratur des Kreisels

Die Quadratur des Kreisels

Eine runde Sache ist er nicht, der Kreisel vor unserem Büro an der Arterstrasse. Eher zum Durchdrehen – und zwar für alle Beteiligten. Für die Autofahrer, weil sie unerwartet mit einem Hindernis konfrontiert werden; für die Velofahrer, weil sie mitten in der Kurve plötzlich anhalten und Vorfahrt beachten müssten (tun sie aber sowieso nicht) und für die Anwohner, weil ihnen nun vier Parkplätze weniger zur Verfügung stehen.

Für uns ist der Kreisel mittlerweile zu einem faszinierenden Studienobjekt geworden. Jeden Morgen fragen wir uns: Wer touchiert ihn heute? Und das Spannendste: Ist er überhaupt noch da? Denn in den letzten Wochen wurde der Kreisel etwa zehnmal (gefühlte Realität) weggerissen, nur um kurz darauf wieder aufgebaut zu werden. Mal abgesehen vom Aufwand: Der Sinn dieser Installation im öffentlichen Raum ist uns schleierhaft, zumal die Unfallgefahr definitiv gestiegen ist. Wozu braucht es eine solche Verkehrsregelung auf einer abbiegenden Einbahnstrasse in der 30er-Zone? Hat die Stadt zu viel Geld, zu wenig zu tun oder einen neuen Praktikanten, der sich ausprobieren will? Vielleicht sollte man die Verantwortlichen mal zum Ausspannen auf eine Insel schicken. Eine Verkehrsinsel, zum Beispiel. Wir wüssten da auch schon eine …

6. Stunde: InDesign

6. Stunde: InDesign

Das erste, was mich irritiert, ist der Geruch. Ich hatte mit einer Mischung aus Turnhalle und Kantine gerechnet. Aber nix da. Mich umweht höchstens ein Hauch von Reinigungsmittel. Und auch die Geräusche sind so anders. Es ist ungewöhnlich still. Gut, es ist ja auch 17.43 Uhr. So spät hab ich noch nie ein Schulgebäude betreten.

Überhaupt, meine Schulzeit im Osten Deutschlands liegt schon weit zurück. Und trotzdem erinnere ich mich noch genau an den Geruch in den Gängen, die Oberarme meiner Sportlehrerin und das Ohnmachtsgefühl, das mich überkam, wenn mich mein Physiklehrer an die Tafel bat.

Doch jetzt will ich es noch einmal wagen. Therefore spendiert mir einen InDesign-Kurs und ich freu mich wie eine Zehnjährige vorm Hello-Kitty-Regal auf eine rosarote Zukunft. Bald kann ich meine Texte nicht nur selber schreiben, sondern auch eigenhändig gestalten.

Ich betrete das «Klassenzimmer» und falle abermals zurück in eine Zeit, in der Lehrer noch kein Smartphone-Verbot aussprechen mussten (in den meisten Haushalten gab es noch nicht einmal ein Festnetztelefon). 5. Stunde Informatik. Das Zimmer mit den vielen Rechnern hiess Computerkabinett, die Bildschirme waren fett statt flach und auf ihnen blinkte ein weisser Curser auf schwarzem Hintergrund und wartete auf einen Befehl meinerseits. Von Betriebssystem keine Spur – heute habe ich die Wahl zwischen Microsoft und Mac.

Wir beginnen mit der obligatorischen Vorstellungsrunde. Schon wieder diese leichte Nervosität. Liegt das am Gebäude? Wenigstens muss ich nicht an die Tafel (hier hängt tatsächlich eine, die noch nicht durch ein modernes White-Board ersetzt wurde). Doch schnell wird klar: Alles ganz locker. Die meisten brauchen InDesign für ihren Job – häufig im Marketing; aber auch zwei Kunstlehrerinnen sind dabei. Wir stellen Fragen und helfen uns gegenseitig. Wie verknüpfe ich jetzt nochmal die beiden Textrahmen? Kein Problem, die Kursleiterin steht schon hinter mir. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einem Lächeln im Gesicht. Beschwingt verlasse ich drei Stunden später das Schulgebäude. War ja gar nicht so schlimm – mein erster Schultag nach 16 Jahren.

 

Fernweh 2.0

Fernweh 2.0

Wenn es bei uns in der Agentur am Mittagstisch ganz leise wird, kann das aktuell zwei Gründe haben.
Erstens: die Elfmeterleistungen der Schweizer Nati. Oder zweitens, dass alle gerade an einer Walliser Spezialität herumkauen. Ein ganzes Päckli davon kam letzte Woche per Post von einem kleinen Start-up, das damit zeigt, wie man Heim-, respektive Fernweh schürt und in der Version 2.0 ins Netz bringt.

Was drin ist? Rohschinken, Nussroggenbrot, Bio-Bergkäse, Ziegenkäse und Gommerschnitte – einfach alles, was gut schmeckt und nicht weiter als 30 Traktorminuten vom Elternhaus der Initianten entfernt produziert wird. Ein wunderbares Mitbringsel, das mindestens drei von uns bereits nach Deutschland und Österreich exportiert haben. Ja, das Walliser Päckli kann man sich schenken, ganz bequem auch direkt im Online-Shop. Einfach auf www.walliser-paeckli.ch gehen, Lieblingsprodukte auswählen und Lieferadresse sowie -datum eingeben. Es ist so einfach, Gutes zu tun. Und wem das zu exotisch ist – seit ein paar Tagen gibt es auch das Haslitaler-Päckli!

Joggen verboten!

Joggen verboten!

Wo hört Walken auf und fängt Joggen an? Oder anders: Walke ich noch oder jogge ich schon?

Diese Frage stelle ich mir, seit ich einen Fahrradanhänger für Kinder (oder Kinderanhänger fürs Fahrrad?) gekauft habe. Einen mit Jogger-Set. So lautete jedenfalls die euphemistische Bezeichnung in den Werbeunterlagen. Kein Wort mehr von Joggen allerdings in der Betriebsanleitung. Da wird aus dem Jogger-Set nicht nur ein Walker-Set, es wird sogar ausdrücklich gewarnt: «Der (Name des Produktes nur auf Anfrage) mit Walker Set ist zum Joggen und Skaten nicht zugelassen.» Na super. Das gilt allerdings nur für die nach 2012 produzierte Serie. In einer alten Betriebsanleitung heisst das Jogger-Set noch Jogger-Set und ist lediglich für Inlineskaten unzulässig. Vielleicht hätte ich mich nach einem gebrauchten Anhänger umsehen sollen. Egal. Dann walke ich eben. Ist seit der Variante mit den Stöcken ja eh viel angesagter. Ich muss nur höllisch aufpassen, dass ich nicht aus Versehen ins Joggen komme. Im Internet habe ich gelesen, dass man mit etwa 5 km/h walkt. Ab 7 km/h spricht man schon von Joggen. Und dann wird’s gefährlich. Meine Schuhsohle könnte auf eine Bananenschale treffen, mich nach hinten katapultierend dazu bringen, meinen Griff vom Griff zu lösen und den Anhänger samt Kind mit einer ungeahnten Beschleunigung Richtung Sandkasten befördern. Und das mitten im Züricher Arterpark unter den Augen meiner Kollegen von Therefore, die – im Gegensatz zu mir, der Teilzeit-Texterin und -Mami – nachmittags halb vier noch über der perfekten Kampagne brütend, ihren nachdenklichen Blick aus dem Fenster richtend Zeuge meiner Unachtsamkeit werden. Eine schreckliche Vorstellung. Nein, da walke ich lieber. Besser ist das.

Gender-Mainstreaming oder Marketing-Gag zur EM 2016?

Gender-Mainstreaming oder Marketing-Gag zur EM 2016?

Bio-Milch und Fairtrade-Schokolade sind schon lange Standard. Wer heute einen neuen Benchmark setzen will, muss weiter gehen, die Dinge zu Ende denken. Und wie das geht, zeigt uns Coop. Da wird nicht nur die „Ugly Fruits“-Idee zur Reduktion der Nahrungsmittel-Verschwendung vorbildlich und „Ünique“ umgesetzt. Da kommt auch gleich noch Gender Mainstreaming mit ins Spiel, wie wir bei unserem heutigen Einkauf eindrücklich erfahren konnten.

Karotten tragen hier die Botschaft direkt zum Kunden. Männlich, beides oder doch keines? Bei dieser Karotte ist das eine Sache des Blickwinkels. Wir fragen uns: Ist dies die Folge von perfektem Diversity Management bis hinein in die Gemüseabteilung? Oder geht es doch nur darum, schon früh auf den Zug „Europmeisterschaft 2016“ aufzuspringen? Aus sicherer Quelle wissen wir nämlich, dass auch Christiano Ronaldo weder Links- noch Rechtsträger ist; er zieht sein Ding durch. Und zwar konsequent zwischen den Beinen nach hinten. Nachzulesen in jedem handelsüblichen Internet – einfach mal nach „Tucking“ googlen.

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