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Es weihnachtet in der Agentur!

Es weihnachtet in der Agentur!

Mandarinenduft strömt aus der Agenturküche, die erste Kerze vom Adventskranz brennt gemächlich vor sich hin und die letzten Tage des Jahres sind bald gezählt.

Doch wie vielerorts ist auch in unserer Agentur die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit nicht die stillste Zeit im Jahr.

Man könnte eher von den Wochen des Endspurts sprechen. Schnell noch eine Mandarine schnappen, um sich auf dem Weg ins nächste Meeting mit einem natürlichen Vitamin C-Schub zu versorgen. Jacke anziehen und wusch durch die Tür! Wollte ich nicht noch irgendetwas? …

Und so entstehen auch bei uns anheimelnde Bilder wie dieses hier mit dem Titel «Mandarobe», für das ein Objektkünstler wahrscheinlich Tage, wenn nicht Monate gebraucht hätte…

Wir wünschen Ihnen ein gutes Finale!

Es ekelt mich, also hab‘ ich erkannt

Es ekelt mich, also hab‘ ich erkannt

Neulich war ich wieder mal beim Gummibärchentortenlieferanten meines Vertrauens: Bärenland.

Wenn Sie Kunde der Agentur Therefore sind und in Ihrem Leben schon mal Geburtstag hatten, dann kennen Sie die schmackhaften Geburtstagstorten aus Gummibärchen, die aus reinem Fruchtsaft und frei von Konservierungsstoffen hergestellt werden, bestimmt. Und bei eben diesem Lieferanten bin ich auf «Been Boozled Jelly Beans» gestossen. Das sind Jelly Beans mit bizarren und schockierenden Geschmäckern.

Das fiese dabei ist, dass jeweils zwei Geschmacksrichtungen gleich aussehen, so teilt sich beispielsweise «Verdorbene Milch» und «Kokosnuss» oder «Hundefutter» und «Schokoladenpudding» die gleiche Farbe … Und man weiss nie ob man sich gerade das eine oder das andere einwirft.

Ich denke an meine Grossmutter, für die «Basler Mässmögge» das höchste aller Gefühle in Sachen Süssigkeiten war. In meiner Generation was das Motto «Sauer macht lustig» und nun geben sich die Kids mit eklig schmeckenden Süssigkeiten die Challenge in einer Mischung aus Mutprobe, Spannung und sich Todlachen, wenn ein Teilnehmer vor ekligem Geschmack im Mund fast stirbt. So macht Ekel Spass!

Das wiederum erinnert mich an Nietzsche, der Ekel als Ausdruck für den Überdruss des Menschen sah und an sein Zitat, das diesem Beitrag den Titel leiht.

 

P.S. Das Kind in mir hat gleich 5 Packungen für meinen Göttibueb und seine Brüder gekauft, das wird sicher saulustig!

P.P.S. hier noch die Geschmachsrichtungen:

  • Verdorbene Milch – Kokosnuss
  • Toter Fisch – Erdbeer-Bananen-Smoothie
  • Schimmeliger Käse – Karamell-Popcorn
  • Stinkender Spray – Lakritze (beide eklig?)
  • Erbrochenes – Pfirsich
  • Faules Ei – Butter-Popcorn
  • Nasenpopel – Saftige Birne
  • Gemähtes Gras – Limone
  • Stinkende Socken – Tutti-Frutti (ist eh fast dasselbe)
  • Hundefutter – Schokoladenpudding

 

Jetzt merk dir das endlich!

Jetzt merk dir das endlich!

Kennen Sie das, Sie müssen eine Information, die Sie eigentlich wissen müssten, immer wieder von Neuem nachschauen? Genauso, wie der Chef im Hitchcock-Klassiker «Marnie», der sich die Zahlenkombination für den Tresor nicht merken konnte und diesen immer wieder nachschauen musste…

In unserer Werbeagentur haben wir zwar keinen Tresor, dafür aber einen Chef, Grafiker, Texter und Projektleiter, die sich auch gewisse Sachen nicht merken können und immer wieder nachschauen müssen: Das Papiermass der Plakatgrösse F4-Weltformat zum Beispiel. Oder die Anleitung auf der Pizzaschachtel zum Aufbacken der Pizza. Oder die Abflugzeiten und das Gate auf dem Boardingpass. Und wer muss nicht vor jedem Tonerwechsel am Kopierer nachschauen, wie vorzugehen ist, obwohl man es davor schon tausendmal gemacht hat?

Dagegen gibt es jetzt ein Heilmittel! Es wird Sie wohl kaum verwundern, dass Mitarbeiter einer Werbeagentur, mit einem gewissen Faible für Typografie notabene, Ihnen eine Schriftart als Arznei gegen die Vergesslichkeit vorstellt: Sans Forgetica!

Die Schrift wurde von australischen Forschern unter Verwendung eines Lernprinzips entwickelt, das als «wünschenswerte Schwierigkeit» bezeichnet wird. Dabei wird dem Lernprozess eine Behinderung hinzugefügt, die es erfordert, sich mehr anzustrengen. Dies führe zu einer besseren Speichererhaltung und fördere so eine tiefere kognitive Verarbeitung.

Das leuchtet ein. Ferien zum Beispiel, die von Schwierigkeiten geprägt sind – Flug verpasst, Notlandung, Verhaftung, Tsunami etc. – vergisst man ja auch nie mehr. Diese bleiben mit exakter Jahreszahl in Erinnerung. Wohingegen man sich beim schnöden Ferienschema «Hotelbett, Frühstück, Strand, Mittagessen, Strand, Abendessen, Club, Hotelbett» kaum mehr an den Ferienort, geschweige denn an das Jahr erinnern kann…

Sans Forgetica kann kostenlos als Schriftart unter sansforgetica.rmit heruntergeladen werden. Haben wir schon getan! Ein Versuch ist es allemal Wert!

Er ist wieder da!

Er ist wieder da!

Wer ist wieder da? Das grosse H! Hitler? Neiiiin, der Herbst! – Sie denken jetzt sicher: «Mann, diese Werber kommen wieder mal mit luzidesten und flagrantesten Augenscheinlichkeiten wie die alte Fasnacht hinterm Busch hervor!»

Ein bisschen Recht haben Sie natürlich schon. Der Herbst kam dieses Jahr pünktlich auf den Tag und die Minute am 23. September um 03:54 Uhr und ist damit schon bald zwei Wochen alt. Doch beginnt der Herbst nicht erst wirklich dann, wenn einem Rosskastanien vor die Füsse rollen?

Am Mittagstisch in unserer Agenturküche: Ich bewundere die Formschönheit dieser Laubbaumfrüchte und schwärme über die Farbschattierungen und die Linien, die jeder einzelnen Kastanie ein individuelles Muster verleihen, ähnlich dem Fingerabdruck bei uns Menschen. Ich staune immer über das Wunder der Individualität, die die Natur so mir nichts dir nichts hervorbringt und lasse mich dazu verleiten Sisi zu zitieren: «Wenn du einmal im Leben Kummer und Sorgen hast, dann geh‘ so wie jetzt mit offenen Augen durch den Wald… und in jedem Baum und in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume, wird dir die Allmacht der Natur zum Bewusstsein kommen und dir Trost und Kraft geben.»

Die Eltern unter meinen Agenturkollegen rollen die Augen, heben die Augenbrauen und meinen wie aus der Kanone geschossen: «Ja, aber wenn die ganze Wohnung voll mit Eichel- und Kastanienmännchen sind, die vor sich hin schrumpeln … oder man in der Nacht aufs Klo muss und auf dem Weg dorthin eine Gratis-Fussreflexmassage bekommt, weil diese Dinger in der ganzen Wohnung verteilt herumliegen … oder eine gratis Akupunktur-Behandlung, weil man in herumliegende Zahnstocher stösst …»

Ja, heult doch! Wie dem auch sei, es ist Herbst in unserer Agentur.

Summertime and the livin’ is easy

Summertime and the livin’ is easy

Heute ist der längste Tag im schönsten und längsten Sommer, so far, gefühlt jedenfalls. Und alles ist so easy! So easy wie im Moment erlebt man Zürich nur im Sommer …

Da gibt es eigentlich nur ein passendes Lied, um diese Easiness des Sommers noch zusätzlich zu untermalen: Summertime and the livin’ is easy. Ich ziehe mir gerade diesen einen Song von verschiedenen Interpreten rein. Billie Holidays Version von 1936 geht mir gerade so ziemlich unter die Haut.

Yeah, Zürich ist so easy drauf. Irgendjemand hat in seiner Easiness das hässlichste Plakat der Stadt – Therefore berichtete vor ziemlich genau 2 Jahren in einem Apropos darüber – entwendet und frech als Garderobe umfunktioniert. Oh yeah, so easy alles gerade. Sieht noch cool aus, diese Freestyle-Garderobe. Fast wie eine Fischli-Weiss-Installation. Dieser Zürcher Sommer ist ja wieder mal sowas von easy. Hoffen wir, dass er bleibt und wir die Jacken getrost noch ’n Weilchen hängen lassen können … Yeah, Summertime and the livin’ is easy …

Die Sommersonnenwende fand dieses Jahr um 12:07 Uhr statt, das heisst, die Tage werden bereits wieder kürzer. Jetzt aber nicht gleich hysterisch werden, easy bleiben, es dauert ja noch ein Weilchen bis zur längsten Nacht …

Kurbeln Sie sich eine!

Kurbeln Sie sich eine!

Kennen Sie diese Kurbel-Automaten, die Münzen derart umprägen, dass eine ellipsenförmige Platte mit einem Motiv darauf entsteht?

Letztes Wochenende war ich in Milano und bin am Duomo wieder mal einem solchen Exemplar begegnet. Schade, hatte ich keine passenden Münzen dabei, sonst hätte ich meine Sammlung an Souvenirmünzen, Quetschmünzen, Souvenir-Medaille – oder auf Englisch Elongated Coins, «Verlängerte Münzen» also – aufstocken können.

Mich erinnern diese Münzen an eine längst vergangene Zeit. Gerade sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie eine elegante Edeldame in einem fussknöchellangen, hochgeschlossenen Kleid aus schwarzer Seide mit Puffärmeln, Wespentaille und einem Kragen mit ganz vielen Rüschen dran, in Begleitung ihrer Hofdame an der Genfer Seepromenade Quai Mont Blanc entlangschreitet. Die beiden Damen befinden sich auf dem Weg zur Schiffanlegestelle, um einer Einladung zum Mittagessen von Baron Rothschild nach Pregny Folge zu leisten…

Den Rest mit dem italienischen Anarchisten und der kleinen, spitzigen Feile kennen Sie wahrscheinlich… Das war am 10. September 1898, also etwa vier Monate nach der Einführung des ersten Prägeautomaten in Europa, der in Wien anlässlich des 50-Jahr-Regierungsjubiläums des Gatten oben erwähnter Edeldame aufgestellt wurde…

Ein Glas Kindheitserinnerungen

Ein Glas Kindheitserinnerungen

Neulich haben wir von einem Werbemittelproduzenten ein Glas mit Mocken erhalten. Je nach Generation nennen wir sie 5er-, 10er- oder 20er-Mocken.

Wer sich in unserer Agentur einen Mocken in den Mund schob und dabei die Augen schloss, der schwelgte sogleich in schönen Kindheitserinnerungen. Ich weiss noch genau, wie ich mir als Knirps in der Badi mit meinem Sackgeld einen 5er-Mocken «gchrämlet» hatte, der 10 Rappen kostete …

Plötzlich hiess er dann 10er-Mocken, damit der Name auch dem Preis gerecht wurde. Die fortschreitende Inflation machte auch beim Mocken nicht halt und so wurde in den 90er-Jahren aus dem 10er-Mocken ein 20er-Mocken. Heute heisst er nur noch Mocken, doch der Preis steht nach wie vor drauf. Vielleicht wird dieser beim nächsten Inflationsschritt dann endgültig eliminiert.

Obwohl ich diese Plombenzieher nicht mehr so oft esse wie früher, finde ich es schön, dass es die alten Dinger noch gibt – um der Kindheitserinnerungen willen. Bei mir im Kopf läuft gerade ein Film ab … ist Ihr Kopfkino auch schon aktiviert?

«He, he! Mir händ im Fall offe!»

«He, he! Mir händ im Fall offe!»

Unweit von unseren Büros befindet sich das Kunsthaus. Derzeit steht die Hüterin von Zürichs Kunstschätzen wie eine Trutzburg da. Hinter Barrikaden der Bauarbeiten scheint sie hervorzuschreien: «Wir haben im Fall geöffnet!»

«OFFEN» prangt es in den fünf Fenstern über dem Eingang. Die Architektur bietet sich geradezu an, um grossformatige Buchstaben aufzunehmen. Hätte es bloss drei Fenster, würde dann «AUF» darin geschrieben stehen?

Ist das Kunsthaus nun auf, offen oder geöffnet?

Bringen wir etwas Klarheit in den Gebrauch der deutschen Sprache: «Auf» wird normalerweise in Verbindung mit einem Verb gebraucht, um einen Vorgang auszudrücken wie «aufschliessen», «aufdrehen» etc. Umgangssprachlich hört man «auf», wie in «der Laden ist auf», – unter anderem auch Dank Reality-TV-Shows – immer häufiger.

Doch wie steht es mit «offen»? Offen ist das Ergebnis des Öffnens. Das Wort «geöffnet» ist eine Flexion des Verbs «öffnen» und wird bevorzugt gebraucht. «Geöffnet» setzt eine Handlung des Öffnens voraus. Das Ergebnis ist dann «offen». Also kann «geöffnet» immer durch das kolloquial wirkende «offen» ersetzt werden!

Umgekehrt geht das nicht. Dinge können offen sein, ohne dass es ein zugehöriges Agens gibt. Deshalb kann aus einer «offenen Frage» keine «geöffnete Frage» werden.

Bald komme ich mir selbst vor wie mein alter Deutschlehrer, der oft nach ausführlichen Erklärungen folgenden Satz vom Stapel liess: «Deutsche Sprache, schwere Sprache, einmal Busen vorn, einmal Busen hinten.» Das müssen Sie jetzt nicht verstehen …

Aber etwas anderes! Wann waren Sie das letzte Mal im Kunsthaus? Machen Sie doch den baugeplagten Kunstfreunden eine Freude und besuchen Sie es mal wieder. Zum Beispiel am Mittwoch; da ist für alle Besucher der Eintritt in die Sammlung frei!

Im Auge des Betrachters oder Über Gedanken unter der Gürtellinie

Im Auge des Betrachters oder Über Gedanken unter der Gürtellinie

Gestern Abend an der Tramhaltestelle am Kreuzplatz: Das 8i-Tram fährt ein. Kurz bevor ich einsteige, fällt mir ein Graffiti auf dem Wartebänkli auf.

Ich zücke noch schnell mein Handy und verpasse um ein Haar das Tram. Im Tram lese ich dann den Spruch: «When I open my eyes I wish to see your…». Wenn ich meine Augen öffne, möchte ich deine/n … sehen. Ich schmunzle und denke etwas Unflätiges.

Dieser Satz begleitete mich durch den Abend und ich fragte alle, die mir begegneten, welches Wort sie denn einfügen würden. Dem geniesserischen Lächeln der Befragten nach zu urteilen, war es in den meisten Fällen etwas unter der Gürtellinie. Hier eine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge: arse, boobs, boobies, butt, cock, dick, eyes, nipples, prick, smile, tits. Fragen Sie mich nicht weshalb – es ist einfach so! Natürlich gab es auch ein paar anständige Vorschläge, wobei ich nicht weiss, ob das genannte Wort tatsächlich «top of mind» war.

Ja, ich bin eben ein kleiner Verhaltensforscher. Doch nicht nur das. Als Mitarbeiter einer Werbeagentur kenne ich die Bedeutung von Targeted Content mit entsprechenden Keywords in Texten. So habe ich bei diesem Beitrag wieder mal auf die altbewährte Formel «Sex sells» gesetzt, um auf Google Analytics dessen Beliebtheit aufgrund meiner Wortwahl zu überprüfen.

PS: Tatsächlich stand auf der Bank «When I open my eyes I wish to see you❤️». Ich habe doch glatt das Herz als R interpretiert. Es war also kein «Untergürtler», sondern einfach ein hoffnungsloser – oder sollte man nicht besser sagen – ein hoffnungsvoller Romantiker am Werk …

Jungenstreich oder Streetart?

Jungenstreich oder Streetart?

Ups! Da hat wohl jemand im Januar die ERZ-Gratis-Christbaum-Entsorgungstermine verpasst?!

Unser Junge im Park vor unserem Agenturbüro wurde fürs Christbaum-Recycling auserkoren. Die Knabenstatue von Hermann Haller, einer der bedeutendsten Bildhauer unseres Landes und Begründer der modernen Plastik in der Schweiz, wurde kurzerhand zum Atlasträger eines ausgedienten Christbaums degradiert.

Doch ist es tatsächlich eine Degradierung oder ist dadurch nicht ein neues Kunstwerk entstanden? War es ein Jungenstreich oder gar das Werk einer Streetart-Künstler-Kooperative?

Ich persönlich finde die Installation sehr gelungen. Die Körperhaltung des Jünglings schreit nämlich geradezu danach, etwas auf den Schultern tragen zu wollen. Also, warum kein Christbaum?

Ich bin gespannt, wie lange uns dieses Kunstwerk erhalten bleibt. Die ordnungsbewussten Parkpfleger von Grün Stadt Zürich organisieren derweil sicher bereits eine Leiter, um dem Baum die eigentliche Bestimmung zuzuführen – die Verbrennung im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz, damit daraus umweltfreundliche Zürich Wärme entsteht.

Aprilwetter im Januar

Aprilwetter im Januar

Dieser Januar geht als bisher wärmster seit Messbeginn in die Geschichte ein. Dies berichten Meteorologen derweil landauf, landab.

Wer erinnert sich noch an Emil Steinbergers Jahreswechsel mit den Bauernregeln? «Im Januar, im Januar isch alles stiif und starr», trällerte der Kabarettist und dabei hatte er ja so recht. Damals war der Januar eisigkalt mit Temperaturen bis zu -20°.

Heute ist das anders, es ist alles viel wechselhafter. An einem Tag bläst es uns fast das Dach von der Hütte, an einem anderen Tag erleben wir einen Schneesturm sibirischen Ausmasses, eine Woche später Sonnenschein und milde 14°. Aprilwetter mitten im Januar! Da bin ich ja schon mal gespannt, ob wir im April wieder einen Sommermonat erleben dürfen!

Doch nicht nur das Wetter hat sich verändert, auch der Humor. Emils zweite Strophe lautete «Im Februar, im Februar isch immer no alles stiif und starr», worauf das Publikum lauthals lachte. Etwas, das einem aus heutiger Sicht mehr als verwundert.

Wie dem auch sei, bei aller Veränderung, etwas bleibt schön! Der Park vor unseren Büros sieht bei jedem Wetter atemberaubend aus.

Ich kaufe ein E – oder besser gleich zwei – und noch eines auf Vorrat!

Ich kaufe ein E – oder besser gleich zwei – und noch eines auf Vorrat!

«Ich kaufe ein E», sagten die Kandidaten der Spielshow «Glücksrad» auf SAT1 mit einem leicht verzweifelten Lächeln, wenn sie nicht mehr weiterwussten.

Die charmante Buchstabenfee Maren Gilzer drehte daraufhin die Tafeln mit einem verkaufsfördernden Lächeln um. Aber wo ist Maren Gilzer, wenn man sie braucht? Denn es fehlen offensichtlich zwei E! Dieses Schild einer Änderungsschneiderei in Oerlikon wirkt ähnlich verzweifelt wie die Gesichter der Kandidaten jener TV-Show. Liest man unterhalb dieses Buchstaben- und Bindestrichsalats auch noch die Worte «günstig und schnell», zweifelt man augenblicklich an der Qualität der Änderungsarbeit. Vielleicht fehlt der passende Faden für den Saum, vielleicht ist danach ein Hosenbein kürzer als das andere … Günstig und schnell war wohl auch das Geschäftsmotto des Schildherstellers.

Dem geneigten Leser – das ist ein des Lesens mächtiges Lebewesen, welches sich dazu gezwungen fühlt, aus Buchstaben Wörter und Sinn zu generieren – entgeht nicht, dass im Wort Textilreinigung ein «ei» reingeflickt wurde. Man kommt nicht aus dem Rätseln raus, welcher Fehler darunterliegen könnte. Aber daraus lässt sich wohl einfach schliessen, dass diese Schneiderei nicht nur ändern, sondern auch flicken kann …

 

Weihnachtsapéro 2017 – Therefore we are!

Weihnachtsapéro 2017 – Therefore we are!

So geht Apéro!

Der mittlerweile traditionelle Weihnachtsapéro in unserer Agentur war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Spannende Gespräche, ausgezeichnete Weine und die trotz Schneesturm termingerecht aus dem Appenzell eingetroffenen Häppchen. Die geheime Zutat? Gute Gäste!

Für alle, die nicht dabei sein konnten und für die, die sich nicht mehr ganz so genau erinnern können stehen die Bilder jetzt online. Und falls Sie sich noch immer den Kopf über das Bilderrätsel zerbrechen, hier geht’s zur Auflösung!

Auflösung des Weihnachts-Bilderrätsels

Auflösung des Weihnachts-Bilderrätsels

Das total verrückte und barrierefreie Rätsel. Verrückt, weil es aus dem Hause Therefore stammt. Und durch das barrierefreie Design – mit drei Schwierigkeitsstufen – konnte auch diesmal wieder jeder mitmachen!

Bei 15 Gewinnkarten wurde die Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht. Die Glücksfee, Keila Gromann, hat den glücklichen Gewinner gezogen: Wir gratulieren Tino Kunz von VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG zu seinen drei Flaschen Wein vom Weingut Höcklistein.

Und 15 richtige gelöste Quiz sind viel, denn Sie wissen es, Therefore ist berüchtigt für ihre up-ge-space-ten und total schwierigen Rätsel in drei Schwierigkeitsstufen: Pflicht, Kür und Willkür!

Pflicht: Die erste Gewinnstufe! Also, wenn Sie die nicht geschafft haben, dann wissen wir auch nicht… 😉

Bild Nr. 1
BRAD (PITT) + APFEL
= BRATAPFEL

Brad Pitt + Apfel = Bratapfel

Bild Nr. 2
PRIESTER -> WEIHT + RAUCH
= WEIHRAUCH

2_Weihrauch

Bild Nr. 3
OPERNDIVA -> STIMME + KANONE
= STIMMUNGSKANONE

3_Stimmungskanone

Bild Nr. 4
ENGEL MIT SCHÖNEM HAAR
= ENGELSHAAR

4_Engelshaar

Kür: Der saftige Teil! Wenn Sie die geschafft haben, ziehen wir den Hut vor Ihnen!

Bild Nr. 5
MITTERNACHT + ZOLLSTOCK -> MESSEN
= MITTERNACHTSMESSE

5_Mitternachtsmesse

Bild Nr. 6
WUNDERLAMPE -> WÜNSCHEN + (PÄCKLI-)ZETTEL
= WUNSCHZETTEL

6_Wunschzettel

Bild Nr. 7
4 KERZEN -> ADVENT + KAHL(KOPF) + (HIRSCHGEWEIH, 10-)ENDER  = ADVENTSKALENDER

7_Adventskalender

Willkür: Der happige Teil! Na, wenn Sie diese beiden lösen konnten, dann sind Sie genauso verrückt wie wir!

 

Bild Nr. 8
EIN DAR-VIDA AN WEIHNACHTEN = TIRGGEL

8_Tirgel

Bild Nr. 9
LEONARDO DI CAPRIO IN «THE WOLF OF WALLSTREET» IST EIN SPEKULANT (HINWEIS: SPECK)
= SPEKULATIUS

9_Spekulatius

Nun wünschen wir Ihnen auch ohne unsere Rätsel weiterhin viel Spass in der Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Ein Prosit auf spannende Projekte mit Ihnen im 2018!

Ihr Therefore-Team

Werber am Spinnen

Werber am Spinnen

Welche hippe Zürcher Werbeagentur hat denn eigentlich heutzutage keinen Agenturhund? Hatten wir auch schon; aber das ist ja sowas von 2015!

Hunde kraulen im Büro soll den Blutdruck senken. Und: die gutmütigen Vierbeiner sollen ausserdem das Betriebsklima verbessern! Gründe, die uns erneut dazu bewegt haben, auch wieder ein possierliches Agentur-Tierchen anzuschaffen. Es hat jedoch nicht bloss schnöde vier Beine, sondern – frei nach dem Motto «mehr ist besser» – gleich doppelt so viele!

Sie hört auf den Namen Thekla und wohnt in unserem Briefkasten. Ja, wir achten besonders – übrigens bei allen unseren Mitarbeitern – auf artgerechte Haltung. Neulich hat sie, wie das so bei Wachhunden auch üblich ist, den Briefträger gebissen. Aber das war ein Versehen. Sie wollte doch nur spielen!

Sie denken jetzt, wir spinnen? Hmmm, manchmal vielleicht ein «Bisschen»!

Schildbürger ante Portas

Schildbürger ante Portas

Vor den Toren unserer Agentur wird die Strassengestaltung immer schöner… Hmmmm, na gut, wenn schon nicht schöner, dann aber sicher bunter!

Zürichs Tiefbauamt hat wohl die Schnauze voll, einen Velokreisel jedes Mal neu zu bauen, nur weil dieser zum x-ten Mal von ignoranten Autofahrern umgenietet wurde. Über diese Quadratur des Kreisels haben wir bereits berichtet, Sie erinnern sich?

Und dies an einem Ort, wo bislang kein Velo je in ein Auto krachte, notabene!

Die neue Gestaltung zeigt sich im modernen Orange und harmoniert sehr gut mit dem goldgelb der Bodenmarkierung. Wirklich gut gelungen, wie wir finden. Wir als Werbeagentur haben schliesslich ein Auge für Design und Gestaltung. Endlich wird unser biederes Quartier im Provisoriums-Look einer umgeleiteten Autobahnspur verschönert. Und dies direkt vor unserer Tür. Vielen Dank! Darauf haben wir wirklich sehr, sehr lange gewartet.

Wir schlagen vor, zur Sicherheit noch etwa fünf Bodenschwellen einzubauen, damit die Radfahrer auch wirklich eine faire Chance erhalten, eine Lücke in der Autokolonne zu finden. Nicht, dass ihnen an der Kein-Vortritt-Markierung noch ein Vollbart wächst. Im neuen Gestaltungskonzept muss ein Velofahrer nun zwei Schlenker machen, um geradeaus zu fahren. Das ist sicher eine willkommene Abwechslung beim mühsamen Strampeln.

Tja, aber wie das Leben eben so spielt, man will jemandem etwas Gutes tun, aber es wird einfach nicht geschätzt. Dieses undankbare Pack von Velofahrern hält sich einfach nicht an die Signalisation, sondern fährt saufrech ausserhalb des Kreisels geradeaus. Na, vielleicht kommt es ja jetzt mit dieser baulichen Massnahme endlich zu den lang ersehnten Velounfällen.

Wenn es dann soweit ist, leitet die Stadt sicher adäquate Schritte zur Lösung des Problems ein: Eine nach Geschlechter getrennte Velo-Unterführung zum Beispiel?

Vandalenakt oder Kunst-Aktion?

Vandalenakt oder Kunst-Aktion?

Auf meinem Arbeitsweg komme ich allmorgendlich an zwei Damen vorbei. Regungslos stehen sie da mit ihren emotionslos starrenden und leer dreinschauenden Blicken und einer Anmut, als stünden sie an einem Abgrund.

Oft denke ich an den albernen Witz «Heute stehen wir vor dem Abgrund, morgen sind wir einen Schritt weiter» und daran, dass die Beiden in dieser Tragik beim Eingang der Kantonsschule Hottingen jeden Morgen die Jugendlichen auf ihrem Weg in den Stollen grüssen.

Bleibt nur zu hoffen, dass man sie, wie bei statischen Sachen üblich, nach einer Weile nicht mehr wahrnimmt.

Doch heute fiel mein Blick zum ersten Mal nicht in ihre Augen, sondern zu ihren Mündern. Und mein erster Gedanke war: Sie werden also doch wahrgenommen!

Was auf den ersten Blick wie ein Vandalenakt aussieht, ist vielleicht eine erhellende Kunst-Aktion, bei der die Zigaretten langsam bis zum Filter herunterbrannten. Ob das Künstler-Kollektiv damit auf die Notlage fehlender Aschenbecher im Eingangsbereich aufmerksam machen wollte, bleibt jedoch ungewiss.

Nach dem Sommer ist vor dem Sommer

Nach dem Sommer ist vor dem Sommer

Herrlich war er, dieser Sommer! Doch nun ist er definitiv vorbei; und das nicht nur, weil der Kalender morgen den Herbstanfang einläutet.

Gestern war ich das letzte Mal im Zürichsee schwimmen, jedenfalls für dieses Jahr. Eigentlich wollte ich weiterhin jeden Tag in den See, um mich an die tiefer werdenden Temperaturen zu gewöhnen, um so das ganze Jahr hindurch von der Seenähe profitieren zu können. Doch bei 17° C ist bei mir endgültig Ende der Fahnenstange. «2 cm kalt», wie mein Schwimmkumpel, Jérôme, gerne witzelt.

Huff, jetzt wieder acht Monate warten, bis die Temperaturen einigermassen zurück im grünen Bereich sind. Die Schwimmlust verlege ich derweil gezwungenermassen in genormte Bahnen. Dort, wo das Gesetz des Stärkeren gilt, fliegt mir auch schon mal ein Fremdarm an den Kopf – doch bei wohligen 28 ° C lasse ich mir fast alles gefallen!

Von wegen Praktikum!

Von wegen Praktikum!

Das vergangene Jahr bei Therefore, fernab von Pauken und Theorie, wird meine berufliche Laufbahn prägen; dessen bin ich mir jetzt schon bewusst. Doch nun wird erstmal das nächste Rad geschlagen. Denn es geht – mit einem lachenden und einem weinenden Auge – zurück nach St. Gallen, um mein Masterstudium in Business Innovation an der HSG zu beginnen.

Meine Vorstellungen von einem Praktikum haben sich bei Therefore überhaupt nicht verwirklicht! Glücklicherweise! Denn wer will schon ein Jahr lang Kaffee kochen und Kopierarbeiten erledigen? Bei der Kommunikationsagentur wurde ich von Anfang an als vollwertige Mitarbeiterin angesehen und auch bei Kunden so vorgestellt.

Das gab mir von Anfang an ein ganz anderes Selbstbewusstsein und Auftreten vor dem Kunden. Schon nach kurzer Zeit wurden mir kleinere Projekte anvertraut, an welchen ich selbstständig arbeiten durfte. Später wurde ich dann bei diversen Projekten für grosse und kleine Kunden vielseitig eingesetzt. Neben diversen Soft Skills, wie der proaktiven Kommunikation mit Kunden und Lieferanten, lernte ich auch handfeste Fähigkeiten, wie beispielsweise den Umgang mit InDesign, Photoshop, WordPress und Typo3. Auch diese werden mir noch über mein Praktikum hinaus nützlich sein.

Bye-bye Therefore! Es war sehr schön und ich werde euch vermissen! Und ich weiss, mein Weggang bedeutet auch für euch einen grossen Verlust, verliert die Agentur mit mir doch auch ihre Quoten-Veganerin! ?

Reif für die Insel!

Reif für die Insel!

Die meisten unserer Kunden sind in den Ferien. So können wir nicht arbeiten! Deshalb sehen wir uns gezwungen, es ihnen gleich zu tun. Mit diesem Foto unseres Sommeressens verabschieden wir uns bei Ihnen und schliessen heute um 17.30 Uhr unsere Agentur für zwei Wochen.

Diesmal sind wir buchstäblich reif für die Insel! So zieht es uns nach Elba und Sizilien, nach Grossbritannien und Koh Samui sowie in die Ägäis und die Vereinigten Staaten von Amerika. Keine Insel, klar, aber bald isolationistisch genug, um als solche durchzugehen.

Nur zwei Thereforianerinnen müssen wieder mal aus der Reihe tanzen und unbedingt Ferien auf dem Festland machen, tsss… Schweden und Norwegen. Obwohl: wenn man von unten kommt, ist Skandinavien praktisch auch eine Insel. Und wer fährt hinauf in den hohen Norden, nur um zu kontrollieren, ob es tatsächlich am Kontinent befestigt ist?

Wie dem auch sei, ab dem 7. August sind wir mit frischen Ideen im Gepäck wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen fantastischen Sommer und – falls es das für Sie gibt – wunderschöne und erholsame Ferien!

Totalkollision der Jahreszeiten!

Totalkollision der Jahreszeiten!

Es ist Sommer. Draussen auf dem Fenstersims meines Büros trocknen die Badehosen und das Strandtuch vom Mittagsschwumm.

Beides mit einem grossen, schweren Locher beschwert, damit sie kein lauer Windstoss davonweht. Aus der Sonos-Anlage trällert Adriano Celentano im Duett mit Mina etwas von «Acqua e Sale». Ich achte nicht gross auf den Text, aber ich bin intuitiv mit allem einverstanden, was sie singen. Es ist Sommer. Einer, wie er schöner nicht sein könnte.

Jetzt singt Ella Fitzgerald «Summertime»… Summertime and the livin’ is easy. Wie recht sie doch hat. Der Chef ist ja bereits in den Ferien… ? Noch zwei Stunden und ich mache einen Köpfler in den See. Brauche jetzt eine Koffeinspritze, um diese Zeit noch durchzuhalten. Caffé freddo aus dem Tiefkühler. In Flipflops und mit einem fröhlichen Pfeifen auf den Lippen schlendere ich in die Küche. Und dann das …

Totalkollision der Jahreszeiten! Stellen Sie sich einen Mega-Scratch auf einer LP vor. Etwa so, wie wenn man den Tonabnehmer des Plattenspielers in voller Lautstärke über die ganze Platte zieht und wieder zurück! Mailänderli-Alarm in unserer Agenturküche! Nein, Silvio Berlusconi hat unsere Küche nicht besetzt! Ich spreche vom Guetzli. Fondue und Raclette im Sommer, okay. Aber Weihnachtsguetzli? Im Sommer? …

Ja, das geht. Absolut. Sind megafein. Auch im Sommer. Die Auflösung, weshalb es heute in unserer Agentur weihnachtet, gibt’s erst in der entsprechenden Jahreszeit. Da bleiben wir konsequent! Also, stay tuned!

Wotsch Puff?

Wotsch Puff?

Neulich auf meinem Arbeitsweg fiel mir plötzlich ein Plakat auf, das ich beim Vorbeigehen alle vorherigen Male glatt übersehen hatte – ein seltener Fall von Vandalismus, der zur Abwechslung mal etwas Positives bewirkt.

Ich sage Ihnen jetzt nicht, was unsere Grafikerinnen zur Gestaltung dieses Plakats alles gesagt haben. Nur so viel: Uninspiriert. Werbung anno 1820. Ein bisschen sehr verstaubt. Entspricht dem landläufigen Image der Branche. Es scheint, als ob der KV-Lehrling dieses Unternehmens einen kecken Spruch von den Lippen liess und auch das Plakat dann gleich im Word selbst gestalten durfte. Doch bevor ich Puff mit einer Bank bekomme, höre ich jetzt lieber auf. Denn wer will sich schon mit einer Bank anlegen? ?

Lustig. Erst die vier hingesprayten Buchstaben   P – U – F – F   weckten mein Interesse; und ich weiss auch wieso! Das Plakat erinnert mich an unzählige Präsentationen in den 1990er Jahren mit tausenden und abertausenden von Overheadprojektor-Folien in Schwarzweiss, alles in der Serifenschrift Times New Roman geschrieben, ohne Grafiken, ohne Stimulus. Folien voll mit Text, der meist vom Vortragenden 1:1 abgelesen wurde. Sie sehen also, ich bin traumatisiert. Ja, ich wurde regelrecht mit uninspirierten Layouts gequält, sodass ich bei deren Anblick sofort in den Verdrängungsmodus schalte.

Um nicht alle Typo-Plakate unter einen Teppich zu kehren: Wir als Werbeagentur wissen, dass diese Art von Plakaten eine tolle Lösung sein kann, um selbst mit geringem Budget eine hohe Durchschlagskraft zu erzielen. Beispiel gefällig? Hier.

P.S.: Für diejenigen, die nach 1995 geboren sind: Ein Overheadprojektor, auch Hellraumprojektor oder Prokischreiber genannt, bezeichnet einen optischen Bildwerfer, der die auf transparenten Folien angebrachte Schrift, Bilder und Grafiken vergrössert und – meist trapezförmig verzogen – auf eine Wand projiziert.

Provisorisch für immer und ewig!?

Provisorisch für immer und ewig!?

Auf der Kreuzbühlwiese beim Musikpavillon stapeln sich neuerdings Container. Die Frage liegt nahe, ob Frau Gerold hier einen zweiten Garten eröffnet.

Doch die Ursache ist eine andere: die Migros am Kreuzplatz bekommt ein neues Zuhause – zumindest vorübergehend. Denn das Haus der Migros-Filiale Kreuzplatz wird abgerissen und wieder neu aufgebaut. Damit es uns Migroskindern jedoch erspart bleibt, während der zweijährigen Bauphase unsere Besorgungen im Coop machen zu müssen, erstellt die Migros eigens für uns ein Provisorium.

Doch Vorsicht! Nichts scheint in Zürich mehr Bestand zu haben als ein Provisorium. Beispiele dafür finden sich in der Stadt zuhauf:

Selbst das Rathaus war 1901 auch bloss als Provisorium für einen riesigen Verwaltungs- und Regierungskomplex gedacht. Aufgrund des ersten Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise wurde dieser jedoch nie realisiert. So ist dieses Provisorium heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

Oder das weniger attraktive Globus-Provisorium von 1960 auf der Bahnhofbrücke, welches heute als Coop-Filiale genutzt wird. Nach damaligem Plan war es für eine siebenjährige Nutzung erbaut worden.  Heuer wurde es nun stolze 57 Jahre alt. Durch die Globuskrawalle von 1968 wurde es auch noch geschichtsträchtig, sodass dieses Symbol für die 68er-Bewegung in der Schweiz wohl nicht so bald abgerissen wird …

Und auch die Hardbrücke war bei ihrem Bau nicht für die Ewigkeit gedacht. Kaum zu glauben, dass diese 1’350 Meter lange und sehr wichtige Querverbindung über die Geleise bloss vorübergehend hätte sein sollen. Demnächst fährt sogar das 8er-Tram darüber; und das ist alles andere als provisorisch …

Was lernen wir also daraus? Willst du etwas mit Bestand, dann bau dir ein Provisorium. 😉 Na hoffen wir mal, dass jenes an der Kreuzbühlwiese bald wirklich so hübsch aussieht wie auf der Illustration …

Herbstgeflüster

Herbstgeflüster

Im April durften wir noch echtes Aprilwetter geniessen, um im Mai dem Frühling mit direkt sommerlichen Temperaturen frönen zu können. Doch beim heutigen Blick aus meinem Fenster in den Arterpark frage ich mich: War es das schon? Zwei Wochen Frühling, eine Woche Sommer und schon ist der Herbst da?

Es stürmt die Blätter von den Bäumen (wie ist das überhaupt möglich, wenn die gerade erst gewachsen sind?), der Himmel ist blaugrau und die Temperatur im Keller.

Aber dank Donald wissen wir ja nun, dass es den Klimawandel gar nicht gibt und die extremen Wetterwechsel und Naturkatastrophen nur eine Erfindung Chinas sind und von den «bösen Medien» verbreitet werden – Fake News also.

Nagut. Dann mache ich es eben wie Kinder im Park: Schlechtes Wetter gibt es nicht, es gibt nur schlechte Kleidung! Also Regenjacke raus, Gummistiefel an und los. Durch den herrlichen Wind rennen und fröhlich in alle Pfützen springen. Das befreit den Kopf man kann danach wieder kreativ sein.

Bewahren auch Sie sich immer ein Stück «Kindsein» und betrachten Sie die Welt öfter mal aus Kinderaugen. Begeisterung für ein paar Schnecken am Wegrand, die ersten Blumen im Frühling pflücken, Sommerregen auf der Haut spüren, endlos Steine ins Wasser werfen und sehen, welch schöne Ringe es dabei wirft. Oder das erste Vogelnest im Garten entdecken und beobachten, wie aus den Eiern kleine Vögelchen schlüpfen und später die ersten Flugversuche unternehmen.

In dem Sinne geniesse ich heute diesen regnerischen Herbsttag. Wer weiss, wie lange wir unsere vier Jahreszeiten noch auf diese Art erfahren dürfen, bevor wir, in tropischem Klima sitzend, Schnee nur noch von Bildern kennen.

Ein neuer urbaner Trend macht sich breit!

Ein neuer urbaner Trend macht sich breit!

Letzte Woche haben wir den urbanen Trend «Urban Gardening» beleuchtet. Der ist jedoch schon wieder Schnee von gestern.

Denn jetzt macht sich ein neuer urbaner Trend in Zürich breit. Dieser ist so hip und so urban und gerade so sehr am trenden, davon haben Sie bestimmt schon gehört. Als hippe Werber der hippsten Werbeagentur Zürichs kennen wir uns schliesslich mit Trends aus! Jawohl! Und je urbaner desto hipper, weiss doch jeder!

Natürlich spreche ich von «Urban Interior Designing». Es geht darum, den öffentlichen Raum mit ausgesuchten Möbeln, Bildern und sonstigen Accessoires zu verschönern und dadurch gemütliche Ecken und lauschige Plätzchen im Freien zu gestalten, wie dieses Bild so schön zeigt. Das habe ich übrigens neulich an einem Samstag am Bürkliplatz geschossen. Wer kann diese städtischen Verschönungen des öffentlichen Raums bei Temperaturen um 32° – und es ist erst Mai – denn schon übelnehmen?

Ist doch gemütlich eingerichtet, nicht? Weniger gemütlich ist hingegen, wie Tante Frieda aus ihrem Goldrahmen glotzt. Vielleicht genauso, wie Sie gerade auf diese Zeilen starren und diese vermutlich bezweifeln. Sie denken bestimmt, dass dies eine abstruse Geschichte ist. Fake News sogar? Tja, was soll ich sagen? … Sie haben recht! Doch die Vergangenheit lehrt uns: Was heute absonderlich klingt, ist morgen plötzlich gar nicht mehr so abwegig. Sie werden sehen!

Urban Gardening liegt im Trend

Urban Gardening liegt im Trend

Heute ging ich in meiner Nachbarschaft an diesem Fenster vorbei und musste dabei an Urban Gardening – zu Deutsch: Urbaner Gartenbau – denken. Urban Gardening ist in aller Munde. Und nicht nur die Migros Clubschule bietet dazu Kurse an.

Das städtische gärtnern gewinnt weltweit an Bedeutung, vielerorts aufgrund des urbanen Bevölkerungswachstums bei gleichzeitiger Reduktion landwirtschaftlicher Anbauflächen als Folge des Klimawandels. Weitere Gründe sind Flucht aus ländlichen Bürgerkriegsregionen in sichere Städte sowie praktische Armutsbekämpfung.

Mein Freund E. (Name der Redaktion bekannt), wohnhaft im Seefeld, hat sich neulich überreden lassen, an einem solchen Kurs bei der Institution mit dem M teilzunehmen. Nun schwärmt er von seinen neuen Gadgets und man merkt, dass er stolz ist auf sein Balkon-Biotop. Also: Jeder, der einen Balkon sein eigen nennt, soll gefälligst Kräuter und Gemüse darauf anpflanzen.

Besonders am Herzen scheinen E. übrigens die zwei Kohlrabi zu liegen, über dessen Zubereitung er sich schon jetzt den Kopf zerbricht. Er meinte, er kochte ja bisher nie selbst, sondern überliess dies seinen Take-Away-und-Home-Delivery-Stellen. Ich schmunzle ein bisschen vor mich hin. Wenn E. jetzt also sein Essen selbst anbaut und kocht, bekämpft er wohl nicht wirklich die Armut. Im Gegenteil, er vergrössert sie bei seinen Food-Lieferanten!

Die spinnen, die Zürcher!

Die spinnen, die Zürcher!

Zürich, heute Morgen auf dem Weg zum Praktikum in der Agentur: Eine ungeduldige Menge steht Schlange. 20 Minuten ist live dabei. Ein Mann im selbstgemachten Hut zum Anlass ist 600 Kilometer weit angereist.

Nein, es gibt kein neues iPhone. Den riesigen Run gab’s auf… nun ja. Geld abheben. Denn wir haben seit heute ein neues 20er-Nötli.

Passend zum Sommeranfang präsentiert sich der mit Schmetterlingen verzierte Schein farbenfroh in rot und blau – Colour Blocking ist ja schliesslich IN. Statt wie ernst zu nehmendes Geld, sieht er daher aber eher aus wie Spielzeugscheine aus Plastik, von denen ich es eher gewohnt bin, sie zerknittert und klebrig aus den Hosentaschen kleiner Kinder zu ziehen. Dieser Eindruck verstärkt sich noch dadurch, dass die Note an gewissen Stellen bei Reibung abfärbt. (Das ist tatsächlich Absicht, und eines der Features, die das Ding angeblich zur sichersten Note überhaupt machen. Wenn’s hilft …)

Irgendwie hat der neue Schein trotzdem eine enorme Anziehungskraft. Was wieder einmal beweist: Wenn etwas neu ist und glänzt, will es jeder sofort als Erster in die Finger bekommen. Ob es tatsächlich was taugt ist zweitrangig. Dass das mit Smartphones so geht, wusste ich schon. Aber dass sich um Geld auch so ein Hype entwickeln kann, war mir neu. Ist man denn jetzt cool, wenn man den neuen 20er hat? Funktioniert das wie mit Turnschuhen? Wird man auf dem Pausenplatz gehänselt, wenn man noch die alten hat?

Ich habe jedenfalls noch keinen ergattert. Aber vielleicht versuche ich morgen mal, irgendwo mit Monopoly-Geld zu bezahlen. Mal sehen ob’s auffällt …

Ein Gast-Apropos von Kira Segler

Cremeschnitte mit Senf

Cremeschnitte mit Senf

Endlich ist mal etwas los in Hottingen. In unserem zwar sehr schönen, aber sonst doch eher biederen Quartier machen sich Hausbesetzer breit. Weil ein Rekurs aus der Nachbarschaft erhoben wurde, der die Länge des Neubaus kritisiert. Dieser sei zu wuchtig für das Quartier.

Ging der Schuss für die Rekurrenten nun nach hinten los? Statt des Prestigebaus mit hochwertigen Miet- und Eigentumswohnungen inklusive gut betuchten Nachbarn, müssen sie jetzt mit einem Nachbarshaus mit eingeschlagenen Fenstern sowie riesigen Transparenten leben – die Polizei stets vor der Hütte.

Doch schade ist es schon. Herzige Fin-de-Siècle-Häuser, wegen denen man gerne durchs Quartier schlendert, weichen mehr und mehr klobigen Ersatzbauten, die an einem Stück und über mehrere Parzellen hinweg errichtet werden.

Eins ist klar: Zürich braucht Wohnraum und der Platz ist begrenzt. Eine bessere Ausnutzung der Grundstücke und Verdichtung macht ja auch durchaus Sinn. Auf der Strecke bleibt dafür die Diversität und Verspieltheit der kleineren Vorgängerbauten, deren Zwischenräume zu Gunsten eines weiteren stereotypen Wohnbalkens eliminiert wurden.

Machen wir eine kleine Assoziationsreise: Stellen Sie sich eine geschlossene Patisserie-Schachtel Ihres Lieblings-Patissiers vor. Gibt es etwas Verheissungsvolleres?

Aus Erfahrung kann ich sagen: Wenn es bei uns in der Agentur alle Jubeljahre einmal Patisserie gibt, warten alle gespannt, bis das Geheimnis des Inhalts gelüftet wird. Doch bevor es soweit ist, kreisen die Gedanken längst von Mocca Eclair, Japonais, Windbeutel, Zuger-Kirsch-Törtchen, Carac oder Diplomat … über Erdbeer-, Himbeer- oder Fruchttörtchen … bis hin zu Schwarzwälderli, Schoko-Träumli, Maracaibo-Truffe und Mohrenkopf. Ob wohl das Lieblingsstück dabei ist? Die Mannigfaltigkeit an Formen und Farben ist jedes Mal hinreissend und eine wahre Wohltat für die Augen.

Und jetzt stellen Sie sich vor: Sie öffnen die Schachtel und drinnen hat es ausnahmslos Cremeschnitten. Gut gemachte Cremeschnitten sind etwas Herrliches, gar keine Frage. Aber nur noch Cremeschnitten? Für den Rest des Lebens? – Quelle Tristesse!

Es braucht ein paar Papierknäuel bis es leuchtet!

Es braucht ein paar Papierknäuel bis es leuchtet!

Therefore feiert heute mit allen Besitzern von geistigem Eigentum dieser Welt den Welttag des geistigen Eigentums!

 

Liebe Mobiliar,

Wer hat’s erfunden? Für mich und dich. Therefore we are! Ein M besser. Nichts ist unmöglich! Bild Dir Deine Meinung. Geiz ist geil. Unschuldig, sanft und süss. Sie baden gerade Ihre Hände drin. It’s cool man! Das mues i grad em Urs verzelle. Guten Freunden gibt man doch ein Küsschen. – Oder zwei. – Oder drei. Ich bin doch nicht blöd. Lieber trocken trinken, als trocken feiern. Apfelsaft wirkt fabelhaft. Das Rezept seines Geschmacks bleibt geheim.

Quadratisch, praktisch, gut. Because change happenz. Mal besser, Malbuner. Wir lieben Lebensmittel. Weil Sie es sich wert sind. Mit Federn von toten Tieren. Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch. Denn Katzen wissen, was sie wollen. Herzhaft mit Biss. Er hat überhaupt nicht gebohrt. Nur echt mit 52 Zähnen. Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeissen können. So wertvoll wie ein kleines Steak. Mars macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel. Mit Ovo chaschs nid besser, aber länger. I’m loving it.

Spass ist, was ihr draus macht. Komm doch mit auf den Underberg. Entdecke die Möglichkeiten. Ich will Kühe! Vitamine und Naschen. Ja, is‘ denn heut’ schon Weihnachten? Nicht immer, aber immer öfter. Achten Sie auf die Goldkante, es lohnt sich. Die Freiheit nehm‘ ich mir! Es ist in dir – lass es raus. Schrei vor Glück. Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? Und läuft. Und läuft. Und läuft.

Merci, dass es dich gibt. Sind sie zu stark, bist du zu schwach. Wohnst du noch oder lebst du schon? Für das Beste im Mann. Nur das Beste aus der Frucht. Ich will so bleiben, wie ich bin. I wett i hett es happy-Bett. Hoffentlich Allianz versichert. Für ä tüüfe gsundä Schlaaf. Heute ein König. Yippiejaja-yippie-yippie-yeah!

Therefore – Die Werbeagentur in Zürich. World Class. Swiss Made. Aus Erfahrung gut. Es gibt immer was zu tun. We try harder. Geht nicht, gibt’s nicht. Irgendwie clever. Die tun was. Come in and find out. Ihr guter Stern auf allen Strassen. Da weiss man, was man hat. Ruf doch mal an. Da werden Sie geholfen. Bezahlen Sie einfach mit Ihrem guten Namen. Drei… zwei… eins… meins! Just do it! Und der Schmutz ist weg.

Mach dir Freude auf,

Der Keks fürs Leben
Der Keks fürs Leben

 

 

Winter ade!

Winter ade!

Heute wird der April seinem Ruf wieder mal gerecht und er macht endlich was er will. In den letzten Jahren glich er mehr dem Sommer, als der Sommer selbst.

Also ehrlich! Heute zeigt sich der April so, wie wir ihn lieben: Wechselhaft! Sonnenschein und Schneegestöber liefern sich gegenseitig wilde Verfolgungsjagden. Man kann den zähen Kampf des Winters, der sein Zepter nun definitiv an den Frühling übergeben soll, förmlich sehen… Wie in dem Kinderlied von Heinrich Hoffmann von Fallersleben «Winter ade! Scheiden tut weh! Aber dein Scheiden macht, dass mir das Herze lacht. Winter ade, scheiden tut weh!» Doch geht das nicht ein bisschen wärmer? 3° (gefühlt -10°), sind für Südländer wie mich einfach viel zu kalt! Brrrrr…

Auf dem See schaukelt derweil ein kleines Segelboot mit dem wohlklingenden, griechischen Namen Ωκεανίς, das übersetzt so viel wie «ozeanisch» bedeutet. Gefangen auf dem Zürisee-Binnengewässerli träumt es von der grossen, weiten See, von Freiheit, Wellengang und starkem Wind in seinen Segeln.

Und ich stelle mir indessen vor, wie ich diesen Sommer am Korinth Korinthen esse. Und Oliven. Und Souvlaki. Und Moussaka. Und Tzatziki. Und Choriatiki. Und Dolmadakia. Und Spanakopita. Und Tiropita. Und Pita mit Taramosalata… Nach so viel gutem Essen brauche ich jetzt aber dringend einen Ouzo. Und einen griechischen Kaffee, aus dessen Kaffeesatz ich mir anschliessend von einer schönen Hellenin die Zukunft lesen lasse.

Hach, es lässt sich gegenwärtig nicht klar ausmachen, wer mehr Sehnsucht und Fernweh nach Griechenland und dem Meer hat, das kleine Segelboot oder ich…

Olivenbäume auf der Quaibrücke

Olivenbäume auf der Quaibrücke

Beim Anblick von Olivenbäumen auf einem Laster auf der Quaibrücke musste ich kurz an Johann Wolfgang von Goethe denken.

Kennst du das Land, wo die Zitronen blüh’n, im dunklen Laub die Goldorangen glüh’n, ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, die Myrte still und hoch der Lorbeer steht? Kennst du es wohl? Als er wehmütig diese Zeilen schrieb, dachte Goethe damals sehr wahrscheinlich nicht an Zürich …

Und doch, dieser Tage macht sich in Zürich mediterranes Ambiente breit und man kann vielerorts die Migration mediterraner und exotischer Flora beobachten. Üppig, erstarkt und wunderschön strömen sie aus ihren Winterquartieren wieder zurück an ihre Standorte. Vor Hotels, Boutiquen und Boulevardcafés an Zürichs Gestaden, Strassen und Plätzen erinnern sie uns nun wehmütig an laue Sommerabende vergangenerer Ferien in Italien und lassen unser Fernweh bis zum Sommer gehörig anwachsen.

In welches Milieu reisen wohl diese Olivenbäume auf dem Laster, der auf der Quaibrücke vor dem Rotlicht kurz Halt machte, um von mir fotografiert zu werden? Kennst du es wohl?

Ich glaub, ich dreh mich im Kreis

Ich glaub, ich dreh mich im Kreis

Drehen Sie sich auch manchmal im Kreis? Wenn nicht, dann bietet sich am Bürkliplatz jetzt die perfekte Gelegenheit.

Plötzlich stand dort ein Riesenrad, ganz ohne besonderen Anlass. Mittlerweile nennen es einige Züricher schon liebevoll «Zurich Eye», in Anlehnung an das viel grössere Äquivalent in London, das London Eye.

Ich erinnere mich noch gut: Vergangenes Jahr stand es auch da. Völlig überraschend und wie aus dem Nichts. Doch kaum hatte ich mich für die Fahrt gen Himmel entschieden, war das Ding auch schon wieder weg. Keiner wusste, warum es hier Halt gemacht hatte und wann es wieder zurückkommen würde.

Um heuer nicht wieder leer auszugehen, spazierte ich gleich bei der ersten Sichtung hin: Tadaa! «Wir haben noch nicht geöffnet, wir sind immer noch im Aufbau!», schallte es mir mit grimmig-verständnisloser Mine entgegen.

Na toll. Ich glaub, ich dreh mich im Kreis! Entweder bin ich zu früh oder zu spät. Damit es Ihnen nicht genauso ergeht: Packen Sie das Rad beim Schopfe, solange es sich noch dreht – nämlich bis 24. April.

Ich gönne mir heute Abend jedenfalls endlich diesen Ausflug in Zürichs Höhenluft und geniesse den Blick auf den See und die Dächer der Stadt. Und in Gedanken spucke ich vielleicht sogar dem Einen oder Anderen unten am Boden auf seine Glatze …

Mein lieber Schwan!

Mein lieber Schwan!

Was erwartet einen an diesem trübseligen neblig-trüben Montag? Diese Frage stellte sich heute wohl so manche und mancher.

Solche Tage sind besonders schlimm für «Project 365»-Instagramer, wie ich einer bin. «Project 365»-Instagramer, das sind Leute mit einem Instagram-Konto, die jeden Tag nur ein Bild unter Angabe des Tages als Hashtag – also heute #day79 – posten, so quasi als öffentliches Tagebuch. Klar könnte man den Tag noch abwarten und im schlimmsten Fall ein Foto des Abendessens posten. Es sollte lediglich vom jeweiligen Tag sein und einem ästhetischen Anspruch gerecht werden. Das ist manchmal nicht so leicht, vor allem, wenn man immer denselben Arbeitsweg hat oder – wie eben heute – das Wetter nicht mitspielt. Doch kaum hatte ich dies gedacht, kam auch schon ein Schwarm Schwäne vorbei, die sich auf dem Weg von der Frühstückswiese zum Strand befanden, wo sie zuvor ihre Plätze mit Badetüchern reservierten…

Tja, jeder von uns hat irgend ein #FirstWorldProblem! Wenn sich jemand für mein fotografisches Essey interessiert, darf er/sie sich gerne auf meinem Instagram-Account umschauen, Bilder liken und mir sehr gerne auch folgen…

Corporate Publishing bläst Wind in die Segel

Corporate Publishing bläst Wind in die Segel

Werbung ist heutzutage überall. Wenn einem morgens nicht gerade das weisser als weisse Lächeln (dank Zähneputzens mit der neuentwickelten Superkräfte-Zahnpasta) vom Werbeplakat neben dem Bahngleis anstrahlt, dann wird man bestimmt auf unzähligen anderen Kanälen mit Werbung aller Art konfrontiert, bevor man überhaupt seinen Arbeitsplatz eingenommen hat. Wegen dieser konstanten Berieselung im Alltag sind wir anspruchsvoller geworden hinsichtlich dessen, welche Informationen wir genauer studieren und welchem Inhalt wir unsere Aufmerksamkeit schenken.

Storytelling am Steuerrad

Menschen mögen Geschichten: Diese Erkenntnis hat in den letzten Jahren stark an den fest verankerten Grundpfeiler des Marketing-Mix gerüttelt. Besonders die unternehmenseigenen Medieninstrumente, neudeutsch Corporate Publishing, haben so an Einfluss und Relevanz gewonnen. Firmen nehmen dann Fahrt auf, wenn sie eigene Medien produzieren und mit der Publikation ihre Kunden zielgerichtet ansprechen.

Folglich ist die eigentliche Kür einer erfolgreichen Unternehmenskommunikation nach aussen, den Empfänger über die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu informieren und diese zu bewerben, ohne dabei aber an Glaubwürdigkeit und Unterhaltungsfaktor einzubüssen. Deshalb setzen wir bei Therefore in all unseren Aufträgen im Bereich des Corporate Publishings auf informierendes Storytelling, das zusätzlich oft redaktionell geprägt ist. Gute Geschichten können Erstaunen oder Bewunderung auslösen, bestenfalls berühren sie sogar, und an diesem Punkt identifiziert sich der Leser mit dem Unternehmen.

Wie man Marken transportiert

In der Tat, eine Preisliste oder Produktübersicht eines gastronomischen Unternehmens kann simpel und faktenbasiert daherkommen und dem Marktanspruch genügen, wie das grösstenteils auch gang und gäbe ist. Geht man für solche Publikationen aber ein paar Schritte weiter, zahlt sich dies meistens aus: Eine erfolgreich transportierte Marke ist einprägsam und hebt sich vom Einheitsbrei ab. Dies merken wir immer wieder bei unseren Arbeiten für Denz Weine, für die wir kürzlich eine neue Preisliste publizieren durften. Dass ein guter Wein auch etwas kostet, ist klar. Deshalb konzentriert sich die Einleitung des beachtlichen Kundenkatalogs auf eine packende Bilderwelt. Reportagen über verschiedene Weingüter und ihre Besitzer setzen die Weine in einen stimmungsvollen Kontext. Auf diese Weise werden Gastronomen nicht nur informiert, sondern auch emotional angesprochen. Aufdringliche Werbung war gestern, heute erzählen wir glaubwürdige Geschichten.

Ideal crossmedial

Mit Blick nach vorn planen wir nach Möglichkeit crossmedial. So kann derselbe Content auf mehreren Kanälen publiziert werden, was besonders effizient ist und übrigens auch für unsere Kunden ein sinnvolles Kosten-Nutzen-Verhältnis darstellt. Das Swissmilk Family Magazin ist ein Paradebeispiel einer solchen zielgruppenorientierten und dialogfördernden Publikation. Magazine, oder auch Magaloge, sind perfekte Transportmittel für starke Markenwerte. Durch eine sorgfältige redaktionelle Aufbereitung der Botschaften von Swissmilk erreichen wir junge Familien mit kleinen Kindern, die an dem Angebot besonders interessiert sind. Ein attraktiver Wettbewerb sowie die Kinderseiten rund um die Kuh «Lovely» initiieren einen Dialog, der schliesslich die Chancen auf eine anhaltende Kundenbindung erhöht.

Rhythmusgefühl beweisen

Tatsächlich boomt das 100 Jahre alte Medium der Kundenzeitschrift, seitdem es wiederentdeckt wurde und nun mit zeitgenössischen Marketingstrategien im Hintergrund konzipiert und publiziert wird. Im Tummelfeld der Unternehmenspublikationen findet sich jedoch auch noch Moderneres, wie der Einsatz eines Corporate Blogs, das Schreiben von Kolumnen, oder Porträts über Kunden, die in Interviews zu Wort kommen und damit dem Unternehmen Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit verleihen. Können wir einem Unternehmen ein gewünschtes Corporate Publishing-Medium massschneidern, ist der Kurs gesetzt. Für eine erfolgreiche Überfahrt empfehlen wir zusätzlich einen ausgefeilten Konzeptplan – denn die wahre Stärke der angewandten Instrumente entwickelt sich erst in ihrem konzeptionell durchorganisierten Zusammenspiel. Wir geben dabei gerne den Rhythmus vor und führen die geplanten Kreuzschläge für Sie aus. Unser Ziel: Mit Ihnen geradewegs in den Olymp des Corporate Publishing zu steuern.

 

Schweizer endlich nicht mehr diskriminiert!

Schweizer endlich nicht mehr diskriminiert!

Haare in der Dusche sind eklig. Doch wie kann man sich bloss vor Manuela ekeln? Jedenfalls die Manuela, die ich kenne, ist alles andere als eklig. «Wovor ekeln Sie sich?»

Diese Frage stellen derzeit Studierende den Besuchern einer Ausstellung in der Haupthalle der ETH Zürich. Interessanterweise nannte niemand auf den Post-it-Zettelchen jedwelches Krabbelgetier. Das ist ein Grund zum Freudenschrei!

Holdrio, juchhe, heissassa und yippie-ya-yeah! Wir – bisher diskriminierten achteinhalb Millionen Frauen, Männer und Kinder in der Schweiz – erhalten endlich den langersehnten Zugang zu einer wichtigen Eiweissquelle, ohne dass dafür herzige Tiere mit kuscheligem Fell und treuherzigen Augen geschlachtet werden müssen!

Ab 1. Mai 2017 werden in der Schweiz drei Insektenarten als Lebensmittel zum Verkauf zugelassen, werde ich an der Ausstellung «Insekten als Lebensmittel» informiert. Die Menschheit wächst stetig, Anbau- und Aufzuchtflächen sowie Ressourcen werden immer knapper. Und im Vergleich zur Fleischproduktion verursachen Insekten wesentlich weniger Treibhausgase und benötigen deutlich weniger landwirtschaftliche Fläche, Wasser und Futter. Es macht also durchaus Sinn, ab Mai regelmässig Insekten im Menüplan zu berücksichtigen.

Die neuen kriechenden und krabbelnden Zutaten in der Speisekammer heissen: Mehlwürmer, Heuschrecken und Hausgrillen. Mit einem Blick in drei kleine Terrarien, kann man sich schon mal an den Anblick gewöhnen. So ein kleines Terrarium wäre doch auch noch ein schicker Hingucker in der Küche. Jö, wie die kleinen Grillen ihre Flügelchen aneinander reiben und so ihr typisches Zirpen erzeugen. Nein, nein, diese Grillen sind ja so herzig, die kann ich bestimmt nicht essen.

Und ausserdem gehört das Zirpen der Grillen zu einem gemütlichen Abend auf der Terrasse, genauso wie das Brutzeln des Steaks auf dem Grill.

Bei Therefore wird abgerüstet!

Bei Therefore wird abgerüstet!

Der Frühling sitzt mir in den Knochen und will raus! In mir wächst die alljährliche Aufbruchsstimmung und die will in die Natur.

Sachen gibt’s! Denn gerade als ich im Internet Informationen zum Klettersteig am Piz Trovat suche, klettert draussen vor meinem Bürofenster ein Mann mit Kletterhelm und -gstältli am Gerüst des Aussenlifts herum. Dieser wurde für die Renovation der Stockwerke über unserem Büro errichtet und gehörte nun schon seit Monaten zur Fassade unseres Bürohauses wie der Verputz auf die Mauer.

Mittlerweile ist der Lift für mich Kunst am Bau; ich habe mich an ihn gewöhnt und grüsse die auf- und abfahrenden Handwerker auch immer freundlich. Doch nun nimmt es mit ihm ein jähes Ende und zu meinem inneren Aufbruch gesellt sich ein äusserer Abbruch hinzu. In einem Einzelbüro ist man manchmal schon ziemlich alleine, da heitern einen die Jungs vom Bau auf ihrer gemütlichen Fahrt vor dem Fenster ungemein auf. Und das soll nun vorbei sein?

Dabei las ich noch vor ein paar Tagen, dass ein Vierteljahrhundert nach Ende des Kalten Krieges die weltweite Aufrüstung wieder deutlich zulegt. Nur bei uns wird abgerüstet! Das ist mal wieder typisch!

Doch man muss auch das Positive sehen: Vielleicht gibt’s ja nach dem Umbau eine Einweihungsparty! 😉

 

Misteriöser Fund im Arterpark entdeckt…

Misteriöser Fund im Arterpark entdeckt…

Heute früh im Arterpark. Eine schwarze Aktentasche liegt neben dem Abfalleimer. Meine erste Intention war: aufmachen, reinschauen? Ach, ist wahrscheinlich eh leer. Was soll’s…

Da hat sich jemand eine neue Aktentasche gekauft und wollte die alte wegschmissen. Es muss ein ordentlicher Mensch gewesen sein – aufgrund des Taschenmodells schliesse ich auf einen Mann. Die Öffnung des Kübels war wohl zu klein, weshalb er sie fein säuberlich daneben stellte. Obendrein muss es sich um einen sparsamen Mann gehandelt haben, wie die Entsorgung im öffentlichen Raum darauf schliessen lässt.

Später, oben im Büro – im grünen Haus im Hintergrund – kursieren die wildesten Spekulationen. Typisch Werbeagentur, es sprüht vor Fantasie! Ist die Tasche wirklich leer, oder ist doch etwas drin? Geld oder eine Bombe? F*ck USA-mässig, wie es das Graffiti auf dem Eimer verkündet? Ist es Herrn Obamas Aktentasche, der den Bettel hinschmiss und noch ein «F*ck USA» auf den Kübel schrieb? Oder vielleicht wurde hier die CIA-Akte zum JFK-Mord deponiert, wer weiss?

Oder ein Kapitalist hatte im Arterpark eine Erleuchtung, warf seine Aktentasche weg und nahm die S-Bahn nach Nordkorea? Vielleicht war es auch ein FIFA-Funktionär auf dem Weg vom Paradeplatz zum Hauptsitz, der gefasst wurde und vorher noch seinem Hass über die US-Ermittler Ausdruck verleihen wollte?

Was soll man tun? Die Sache der Polizei melden? Die kommt dann gleich mit einem gross angelegten Bombenentschärfungskommandoteam, was uns Steuerzahler wieder ein «Gewehr» kostet. Papperlapapp, selbst ist der Mann! Ich gehe jetzt runter und lasse mir den Kopf wegpusten. – Zu spät. Die Tasche ist weg. Mist, jetzt hat sich ein anderer die Million gekrallt.

Anna, die Rausschmeisserin

Anna, die Rausschmeisserin

Heute ist Knut-Tag. Und wie wir aus der IKEA-Werbung wissen, wird an diesem Tag in Schweden, wie auch im restlichen Skandinavien, der Christbaum aus dem Fenster geschmissen.

Und so halten auch wir es, denn als Werbeagentur folgt man gern dem Diktat der Werbung – sofern sie nicht von einem selbst stammt. Auf die Frage: «Wer will den Christbaum aus dem Fenster werfen?», meldete sich Anna – voreilig und nicht ahnend, was auf sie zukommen wird. «Ich will, ich will!» Klar darf sie. Die Regeln sind einfach: Wer schmeissen darf, der muss auch putzen! 😉 Und wir, die Knut-Erfahreneren in unserer Agentur, schmeissen uns vor lachen weg.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Ist das Kunst oder kann das weg?

Mittlerweile haben wir eine Firmengrösse erreicht, in der ein Tag für ein Mitarbeiter-Shooting nicht mehr ausreicht, um alle Teammitglieder unserer Werbeagentur abzulichten.

Kein Problem. Dann organisieren wir eben zwei Shootings – eines für die eine, das andere für die zweite Woche. Und damit an beiden Terminen die gleichen Bedingungen herrschen, die Bilder damit aus einem Guss daherkommen und das Equipment schnell wieder aufgebaut werden kann, markiert der pfiffige Fotograf den Boden einfach mit Klebeband.

Doch da haben wir die Rechnung ohne den Wirt – oder besser gesagt, ohne unsere Putzequipe – gemacht. Denn in guter alter Manier ihrer Zunft – Joseph Beuys‘ Fettecke lässt grüssen – haben sie ohne zu murren alle Klebebänder mühsam und fein säuberlich entfernt. Schade, denn ich hätte sie gerne im Foyer als Tape-Installation stehen lassen.

Apropos: Das Resultat unseres Mitarbeiter-Shootings können Sie hier begutachten.

Tulpen statt Eisblumen

Tulpen statt Eisblumen

Draussen: herrlich tiefster Winter; doch in den Läden herrscht bereits der Frühling.

Wir sind es uns gewohnt, dass im Oktober Weihnachtsdekoration verkauft wird, es nach Weihnachten schon Fasnachtschüechli gibt und nach der Fasnacht bereits die ersten Osterhasen um die Regalecke grinsen. Und wer schon mal im Winter einen Wintermantel kaufen wollte, der weiss, dass das praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist. Jetzt hat man sich gefälligst mit Frühlingssachen einzudecken!

Wer hätte auch gedacht, dass der Winter derart eiskalt und hinterrücks zuschlagen würde. Gerade mal zwei Wochen ist er alt und schon sollen wir uns mit dem nächsten Punkt auf der Agenda auseinandersetzen. Es ist grotesk. Das Leben findet in der Gegenwart statt, und die will ich geniessen! Ich habe keinen Bock auf Osterhasen! Jetzt nicht! Jetzt ist Winter, verdammt! Ich will mir die Zehen abfrieren und Kindern beim Schlitteln zusehen, aber bestimmt keine Tulpen kaufen! Obwohl, vielleicht könnte ein bunter Frühlingsstrauss mich über meinen Frust hinwegtrösten …

Früher war alles besser? Nein, nur kälter.

Früher war alles besser? Nein, nur kälter.

Wenn wir derzeit aus unseren Bürofenstern am Arterpark in denselbigen schauen, erinnert die Szene stark an die Winterbilder von Pieter Bruegel, dem Älteren.

Ob damals in der Renaissance oder heute im Postfaktismus, Fakt bleibt: Der Spass in der Winterpracht ist eine zeitlose Angelegenheit; ein Evergreen in weiss gewissermassen. Und bereits liest man Schreckensmeldungen, dass es noch winterlicher werden soll. Minus 13 Grad am Freitag! So kalt war es das letzte Mal vor vier Jahren! OMG!!!

Gestern im Tram hörte ich einer besorgten Mutter zu, die befürchtete, ihr Kind könnte kalte Füsse bekommen (und das nicht im übertragenen Sinn!). Sie meinte zu ihrem etwa vierjährigen Sprössling: «Morgen ziehst du mir aber die wärmeren Schuhe an!». Der Bub schaute auf seine Füsse, dann zur Mutter und schüttelte vehement den Kopf. Klarer Fall von Lieblingsschuhen. Das kenne ich.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt als alter Sack oute, aber ich kann mich noch gut an Januar-Temperaturen von minus 20 Grad und kälter erinnern. In den 1980ern war das normal. Auch normal war, dass ich als 16-/17-jähriger Teenager bei diesen Temperaturen auch nicht auf meine Lieblingsschuhe – Converse-Turnschuhe – verzichten wollte, ebenfalls ganz zum Unverständnis meiner Mutter… Aber es hat doch so schön geknirscht unter meinen Fusssohlen …

Schüchterner Aushang

Schüchterner Aushang

Wer kennt sie nicht, die Veranstaltungstafeln an der Quaibrücke, die einem unaufdringlich und schmucklos vermitteln wollen, was in Zürich gerade so abgeht.

Doch seit einiger Zeit herrscht in den Schaukästen gähnende Leere… Nicht mal das imposante Feuerwerk von letztem Wochenende wurde thematisiert… Oder ist in dieser Stadt einfach nix los?

Was Sie kennen diese Vitrinen links und rechts der Quaibrücke nicht. Noch nie gesehen? Nie aufgefallen? Ich gebe zu, die Dinger geben sich alle Mühe, möglichst dezent und unauffällig ein Mauerblümchendasein zu fristen. Und in der Nacht sind sie nicht mal beleuchtet. Das wäre ja für eine Informationstafel auch zu auffällig. Und ausserdem fehlen uns als Werbeagentur noch ein paar Ws und ein Call-To-Action.

Eine kleine Recherche im Netz des Wissens ergab auch kein Aufschluss darüber, wie lange sie da schon montiert sind und noch interessanter: wer sie mit den Aushängen füttert. Wahrscheinlich ist es ein Überbleibsel aus einer Zeit, als es in der Stadt bloss eine Veranstaltung aufs Mal gab. Ist es etwa ein Dinosaurier, der noch lebt und niemand weiss, weshalb?…

Es ist zum Verzweifeln

Es ist zum Verzweifeln

Mit lauter schlechten Nachrichten scheint sich dieses Jahr definitiv mit einem «Bang» verabschieden zu wollen: «Schiesserei in Zürich», «Lastwagen fährt in Berlin in Weihnachtsmarkt», «Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara», lauteten die Schlagzeilen dieser Woche.

Was kommt hier noch alles auf uns zu? – Und doch, aus dem Schwall dieser negativen Nachrichten gab es gestern auch eine gute: Die Post verkauft in ihren Shops keine WC-Deckel mehr! Wer meine Apropos regelmässig liest, der weiss, dass ich auf den Krimskrams in der Post manchmal allzu allergisch reagiere.

Es war ebenfalls gestern, als meine Kollegin, Stefanie Kuchler, auf der Post ihre bestellten Weihnachtsgeschenke abholte und als Zugabe eine Packung Enchiladas erhielt. Vielleicht auch bloss als Trost dafür, dass sie die Nachnahmegebühren nicht mit ihrer Kreditkarte bezahlen konnte, wer weiss? Was wird einem dort als nächstes serviert? Ein Glas Orangenjus vielleicht? Warum auch nicht, denn dann wäre es definitiv ein Saftladen.

Weihnachtsparty 2.0

Weihnachtsparty 2.0

Wie schnell doch so ein Jahr vergeht! Seit ziemlich genau zwölf Monaten sind wir nun schon in unserem Büro in der Arterstrasse 24 kreativ.

Damals schmissen wir zur Eröffnung – wie es sich gehört – einen ausgiebigen Apéro. Und weil der so schön war, gab es dieses Jahr eine Wiederholung, in Form eines Weihnachtsapéros.

So ging es gestern wieder einmal «hot» her hier in Hottingen: Der Christbaum reichte bis unter die Decke und der Prosecco floss in Strömen. Die Gäste kamen zahlreich – es wurde gefeiert, gelacht und natürlich auch gequizzt. Unsere Bilderrätsel sind schliesslich legendär. Übrigens, falls Sie sich noch immer den Kopf zerbrechen: Hier geht’s zur Auflösung!

Liebe Gäste unserer Weihnachtsparty, es war uns eine Freude, mit Ihnen zu feiern. Nun nehmen wir viele wunderbare Erinnerungen an ein gelungenes Fest mit in die Weihnachtsferien. Wenn auch Sie den Apéro noch einmal Revue passieren lassen wollen, können Sie das mit unseren Bildern des Abends.

 

Schön, dass Sie dabei waren!

Auflösung des Weihnachts-Bilderrätsels

Auflösung des Weihnachts-Bilderrätsels

Das total verrückte und barrierefreie Rätsel. Verrückt, weil es aus dem Hause Therefore stammt. Und durch das barrierefreie Design – mit drei Schwierigkeitsstufen – konnte auch diesmal wieder jeder mitmachen!

Bei 16 Gewinnkarten wurde die Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht. Die Glücksfee, Keila Gromann, hat den glücklichen Gewinner gezogen: Wir gratulieren Martin Schäppi von Walter Meier (Klima Schweiz) AG zu seiner 3-Liter-Jéroboam-Flasche Prosecco «DORO» Brut von Le Vigne di Alice.

Und 16 richtige gelöste Quiz sind viel, denn Sie wissen es, Therefore ist berüchtigt für ihre up-ge-space-ten und total schwierigen Rätsel in drei Schwierigkeitsstufen: Pflicht, Kür und Willkür!

Pflicht: Die erste Gewinnstufe! Also, wenn Sie die nicht geschafft haben, dann wissen wir auch nicht… 😉

Bild Nr. 1
TIERE + RENNEN
= RENTIERE

Weihnachtsrätsel

Bild Nr. 2
EIN KUCHEN, DER LEBT
= LEBKUCHEN

Weihnachtsrätsel

Bild Nr. 3
(SENK)BLEI + GIESSEN
= BLEIGIESSEN

Weihnachtsrätsel

Bild Nr. 4
ALTER KNACKER + NUSS
= NUSSKNACKER

Weihnachtsrätsel

Kür: Der saftige Teil! Wenn Sie die geschafft haben, ziehen wir den Hut vor Ihnen!

Bild Nr. 5
LAMM + ETA-GRAFFITY
= LAMETTA

Weihnachtsrätsel

Bild Nr. 6
PFEFFER + NUSS
= PFEFFERNUSS

Weihnachtsrätsel

Bild Nr. 7
JESUS CHRISTUS + BERGWERK-STOLLEN = CHRISTSTOLLEN

Weihnachtsrätsel

Willkür: Der happige Teil! Na, wenn Sie diese beiden lösen konnten, dann sind Sie genauso verrückt wie wir!

Bild Nr. 8
JUSTIN BIEBER IST EIN STAR UND SÄNGER. STAR AUF DEUTSCH = STERN + SÄNGER AUF ENGLISCH = SINGER = STERNSINGER

Weihnachtsrätsel

Bild Nr. 9
MIST(HAUFEN)
+ EL(-AL-FLUGZEUG)
+ (TANNEN)ZWEIG
= MISTELZWEIG

Weihnachtsrätsel

Nun wünschen wir Ihnen auch ohne unsere Rätsel weiterhin viel Spass in der Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Ein Prosit auf spannende Projekte mit Ihnen im 2017!

Ihr Therefore-Team

Web 2017: Unser Trend-Orakel kennt die Zukunft

Web 2017: Unser Trend-Orakel kennt die Zukunft

Eines war schon immer wichtig und bleibt es auch 2017: Benutzerfreundlichkeit und ein hoher Informationsgehalt der Website.

Auch uns dienen diese Grundsätze als Fundament für jedes Gesamtkonzept, das wir für den jeweiligen Kunden und seine Bedürfnisse massschneidern. Für den längerfristigen Erfolg in der Kommunikations- und Werbebranche gehört es dazu, progressiv zu denken und mit einem durchdachten Redaktionsplan in der Hand der «real time» immer einen Schritt voraus zu sein. Das behalten wir bei Therefore auch immer im Hinterkopf. Damit unsere nächsten Projekte ebenso von einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Planung und Umsetzung profitieren, haben wir das Orakel zu den Webdesign Trends 2017 befragt. Dafür nahmen wir uns die Webdesign-Wahrsagerei auf den Blogs verschiedenster Webworkers vor und stellen folgende Wegweiser fürs neue Jahr auf:

(mehr …)

Ich weiss nicht, was mich geritten hat

Ich weiss nicht, was mich geritten hat

Ich wohne neuerdings in Woho. Vielleicht haben Sie es jetzt gleich erraten, gemeint ist natürlich Wollishofen. Woho klingt einfach cooler, ein bisschen so wie Soho. Und wenn ich schon an der falschen Küste der Stadt gestrandet bin, dann darf ich doch ruhig mit etwas Coolness nachhelfen…

Manchmal gehe ich zu Fuss zur Arbeit, dann bin ich eine gute Stunde unterwegs. Früher bin ich diese eine Stunde in den ÖV gependelt, heute verbringe ich sie bei einem pittoresken Spaziergang an Zürichs Filetstück, entlang an den Quais des oberen Zürichseebeckens mit wortwörtlichem «Bellevue» auf die Berge.

Beim Sechseläutenplatz mit seinen fast 16’000 Quadratmetern ziehe ich mir jeweils noch ein bisschen Agoraphobie rein. So kann der Tag beginnen!

Ich amüsiere mich über die Stühle der Produktreihe «Luxembourg», die ursprünglich für die gleichnamigen Gärten in Paris entworfen wurden. Ihr typisch französisches Design ist die Inkarnation französischer Kultur in Form eines Möbels! Ein wunderbarer Stuhl aus Aluminium mit einer grossen Portion «Je-ne-sais-quoi», voller Leichtigkeit, Lebensfreude und Geselligkeit; 1923 von den «Ateliers de la Ville de Paris» – also den Pariser Stadtwerken –  entworfen. Warnung: Stellen Sie sich jetzt bloss nicht vor, wie diese Stühle wohl aussähen, wenn sie von der Stadt Zürich designt worden wären! …

So wie sie dastehen, sind sie Momentaufnahmen des Vortages. Sie halten die Position, die ihnen der Sitzgast beim Verlassen des Ortes zugewiesen hatte und erzählen mir am darauffolgenden Morgen eine Geschichte:

So sagen sie zum Beispiel: «Ich liebe dich und möchte mit dir alt werden» oder «Komm, wir machen eine Gruppentherapie.» Manchmal gehen Sie auch auf Konfrontation oder zeigen sich die kalte Schulter. Wieder andere möchten einander verlassen, aber das geht nicht, denn sie sind immer paarweise zusammengebunden. So höre ich: «Ich hasse dich! Ich möchte dich verlassen, aber es geht nicht, weil wir zusammengebunden sind.»

Zwei andere Pärchen diskutieren: «Kommt Leute, wir gehen ins Kino.» «Nö, will ich nicht, ich möchte lieber den Sonnenuntergang anschauen.» «Ach, du wieder. Das ist doch langweilig.» Das nächste Paar ist schon länger zusammen, das sieht man gleich: Wie selbstbewusst jeder von ihnen dasteht, und, obwohl sie ebenfalls zusammengekettet sind, den Eindruck erwecken, eigenständig zu sein.

Die schwarzen Stühle hingegen kennen dieses «Flohnerleben» nicht. Sie sind angestellt und haben nur wenige Freiheiten. Am Abend werden sie gestapelt und müssen sich ausruhen, um am nächsten Tag erneut im Dienst zu stehen. So. Nun habe ich genug Unsinn erzählt. Das letzte Pärchen überlasse ich nun Ihrer Fantasie.

Lass doch den Kopf mal hängen!

Lass doch den Kopf mal hängen!

Heute war wiedermal einer dieser verregneten Herbsttage, wo morgens die dicken, grauen Wolken auf die Masse von Pendlern drücken, die sich wiederum von Wartehäuschen zu Bus bis hinein ins Büro schubst. Allen, die heute nur grau in grau sehen, empfehle ich darum, doch einfach mal den Kopf hängen zu lassen!

Nein, sie haben mich nicht falsch verstanden. Die Aufforderung ist keineswegs ein verzweifelter Versuch von umgekehrter Psychologie, sondern ist ganz wörtlich zu nehmen. Als ich heute Morgen auf dem Weg zu meinem ersten Arbeitstag in der Kommunikationsagentur Therefore war, hatte ich nämlich auf diese Weise eine Erleuchtung. Endlich von der trägen Pendlermasse in der Zürcher Innenstadt gelöst, bog ich unter meinem Regenschirm mit schwungvollen Schritten in die schmale Quartierstrasse ein, die zum Agenturbüro an der Arterstrasse führt. Und da wurde ich von einem gelb leuchtenden Kunstwerk auf dem schwarzen Asphalt vor mir überrascht.

Als mir die Kunst so zu Füssen lag, kam mir in den Sinn, was damals auch schon Die Fantastischen Vier in ihrem Hit «MfG» sangen: «Die Welt liegt uns zu Füssen, denn wir stehen drauf.» Ja, die Welt ist schön, und liegt uns mit ihren unzähligen Möglichkeiten zu Füssen – man kann alles erreichen, wenn man es denn will! Dazu muss man einfach mal wieder den ersten Schritt wagen. Wie das Kunstwerk aus farbigem Falllaub das mir zu Füssen lag, sind es doch oft diese kleinen Dinge im Leben, die uns glücklich machen und den Weg zum grossen Glück weisen.

Im Alltag darf das auch gern etwas ganz Profanes sein, wie zum Beispiel einer fremden Person ein Lächeln zu schenken. Als Verfechterin der Kraft des positiven Denkens ist diese Analogie, die mir sozusagen auf dem schwarzen Asphalt serviert wird, schwer zu übersehen. Wo ich also so auf das gelbe Blättermeer starre, huscht mir ein breites Lächeln übers Gesicht und ich nehme zielgerichtet die letzten Schritte zu meinen neuen Arbeitskollegen in den Angriff, mehr als bereit für den neuen Content, den ich ab heute anpeilen werde.

Ein Gast-Apropos von Anna Liechti.

Über die Schwierigkeit, das Eckige ins Eckige zu kriegen.

Über die Schwierigkeit, das Eckige ins Eckige zu kriegen.

«Mann, sieht dieses Bündel Altpapier Scheisse aus», dachte sich die Truppe Altpapiereinsammler der ERZ Entsorgung + Recycling Zürich neulich sicher vor der Arterstrasse 24. Und das lag wohl nicht daran, dass «Brangelina» auf dem Cover abgebildet war.

Als Verantwortlicher für die Administration kümmere ich mich auch um den Unterhalt und die Instandhaltung unserer Büroräumlichkeiten. Das beinhaltet unter anderem die vertrauensvolle Arbeit des Überwachens der Termine für die Altpapier- und Karton-Sammlung sowie des Altpapierzusammenschnürens.

Beim Fussball habe ich vollstes Verständnis dafür, dass es schwierig ist, das Runde ins Eckige zu kriegen. Die Tore sind weit entfernt, mehr oder weniger gut verteidigt und das ganze muss gelingen, ohne dabei die Hände ins Spiel zu bringen.

Die klugen Leute, die einmal den Zeitungsbündelständer erfanden, haben sich sicher etwas dabei gedacht und die Form bewusst so gewählt, dass es für alle gängigen Formate von DIN-A4 über die Tabloid-Grösse der «20 Minuten» bis hin zum ausladenden Format der Zeitung «Die Zeit» passt. Es scheint also einfach. Das Eckige muss ins Eckige. Aber bitte nur Papier und kein Plastik. Keine Luftpolster und auch keine fettigen Säckli vom Bäcker mit lauter Gipfeli-Krümel drin, die alle wie Konfetti auf den Boden fallen. Auch kein Karton, denn dafür haben wir eine Sammelstelle neben dem Kopierer.

Bevor ich mich nun aber anhöre, wie der schreckliche Hausmeister des Hauses, in dem ich aufgewachsen bin, höre ich auf, mich zu beschweren und erfreue mich stattdessen an den individuellen und kreativen Füllmethoden meiner Kolleginnen und Kollegen. Macht weiter so!

Nahes Lebensdauerende

Nahes Lebensdauerende

Einem liebgewonnenen Mitglied unserer Werbeagentur steht das baldige Lebensende bevor.

Das Erdenleben ist vorbei, der Weg auf Erden beendet, die Lebensbahn ist ausgerannt, der Lebensgang abgeschlossen, der Lebenslauf wurde fertiggestellt, die Lebensreise vollendet, die Lebenszeit ist abgelaufen, der Lebensweg zu Ende gelatscht, das Lebensschiff abgesoffen. Seufz!

Ja, unsere Bildtrommel für Yellow-Magenta-Cyan steht vor dem Aus! Tatsächlich sind es drei Bildtrommeln, die abberufen werden: Eine für Yellow, eine für Magenta, eine für Cyan.

Ihr nahes Ableben lässt uns nicht kalt, wenngleich es nicht der Abschied an sich ist, sondern die nüchterne Ankündigung, die seit Tagen oder gar Wochen auf den baldigen Heimgang aufmerksam macht.

Tja, als Kommunikationsagentur reagieren wir manchmal etwas dünnhäutig, wenn es um die richtige Wortwahl geht. Wie wäre es mit einem Euphemismus? Lebensausklang klingt doch schön. Oder noch besser: Lebensherbst, Lebensneige, Lebensabend. Oder sagen wir es ganz ungeschönt: Unsere Bildtrommel hat abgewirtschaftet; sie ist entkräftet, erledigt, fertig, matt, schlaff, schlapp, schwach, gerädert, oder einfach am Ende?

Stattdessen hinterlässt uns dieses «nahe Lebensdauerende» bedrückt und schwermütig, mutlos und trübsinnig, hoffnungslos und bang, lebensunfroh, ja geradezu depressiv, düster, pessimistisch und  lebensverneinend. Wir sind betrübt, traurig, defaitistisch, dem Leben gegenüber negativ… – Und das im Herbst! Geht’s noch?

Das Ä und Ö der Wetter-App

Das Ä und Ö der Wetter-App

Das ist doch jetzt aber herzig! Die Wetter-App auf meinem Handy zeigt mir bei der Arbeit das Wetter für Höttingen an.

Ja richtig, Höttingen, nicht Hottingen. Die App ist von AccuWeather, einer amerikanischen Firma und auf deren Website erfährt man, dass täglich über eine Milliarde Menschen weltweit auf die höchstgenauen Prognosen angewiesen sind.

Zum einen muss man lobend anerkennen, dass die Amis immerhin wissen, dass es im Deutschen Umlaute gibt; das ist nicht selbstverständlich. Aber herrje, doch nicht auf allen Vokalen! Variiert das Wetter in Zürich dermassen, dass es auf Quartiere heruntergebrochen werden muss? Und ist es für Nichtortsansässige nicht sehr verwirrend, wenn statt Zürich irgendein Quartiername wie zum Beispiel Wöllishöfen, Flüntern oder Ältstetten steht? Vielleicht ist es auch nur ein präfastnächtlicher Scherz, denn man beachte die Aktualisierungs-Uhrzeit, 11:11!

Sechzehn Uhr einundzwanzig, Herbst!

Sechzehn Uhr einundzwanzig, Herbst!

«Der Sommer ist vorbei.» trällert eine schadenfrohe Stimme eines Meteorologen von SRF Meteo heute Morgen aus dem Radio: «Der astronomische Herbstbeginn ist heute Donnerstag um Punkt 16.21 Uhr. Ab jetzt werden die Nächte wieder länger…»

– Ach was? Ich hatte gestern bei mir zuhause keinen Strom. Das war vielleicht dunkel – dunkel wie in einer Kuh.

Bei den Wetterfröschen habe ich immer den Eindruck, dass sie sich freuen, wenn sie schlechte Prognosen mitteilen können. Sie nicht auch?

Doch dann kam die Wendung. Nach dem Blick in ihre Kristallkugel kündigen sie für die kommenden Tage einen Altweibersommer an und erwarten am Wochenende viel Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad.

Im Herbst muss niemand von Tulpen und Rosen träumen, doch wer freut sich nicht darüber, wenn der Sommer in die Verlängerung geht? – Doch Vorsicht! Glaubt man den Bauernregeln kann ein zu sommerlicher Herbst das gute Wetter im nächsten Jahr vermiesen, wie zum Beispiel mit diesen:

«Blühen im Herbst die Bäum’ auf’s neu, währet der Winter bis zum Mai.» oder diese: «Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein.» Ok, schon gut, aber bitte nicht hier unten in der Stadt.» Oder diese Regel hier: «Konnte man den Herbst loben, wird der Winter stürmen und toben.» Hmm? Wie war das damals 1999, als Orkan Lothar am Stephanstag mit über 250 Sachen durch Europa fegte, die höchsten Sturmschäden der jüngeren europäischen Geschichte anrichtete und 110 Menschen in den Tod riss? Voraus ging damals auch ein goldener Herbst. Also, dann schon lieber: «Fällt im Herbst das Laub sehr früh zu Erden, soll’s ein feiner Sommer werden.» Tja, man kann eben nicht alles haben!

Red Bull war gestern. Den ultimativen Kick gibt jetzt Fulvi!

Red Bull war gestern. Den ultimativen Kick gibt jetzt Fulvi!

Gestern in der Metzgerei unseres Vertrauens…

Unserem vorletzten Büro an der Militärstrasse 109 trauern wir hier am Arterpark nicht nach, doch es gibt einen Grund, weshalb wir immer wieder zurück ins Milieu gelangen: Macelleria Fulvi an der Schöneggstrasse 28. Die Metzgerei wird von Joseph Fulvi geführt, von Stammkunden und Freunden einfach «Jo» genannt. Dieser Laden ist Synonym für Italianità schlechthin. El Jefe und ich gehen manchmal hin, um unsere Nasen an seiner Vitrine plattzudrücken. So auch gestern:

«Ciao Jo, come va?» Herrlich! Kaum hat man den ersten Fuss über die Schwelle gesetzt, wird man unmittelbar nach Italien katapultiert – zumindest fühlt man sich so. Während der üblichen fleischlustigen Gespräche – halb deutsch, halb italienisch – über die Waren in der Auslage und deren Zubereitungsmöglichkeiten, lachte uns plötzlich eine Getränkedose an.

«Ich habe jetzt auch einen Energy Drink, der Fulvi heisst, so wie ich», sagte der sympatische Metzger mit unüberhörbarem Stolz. «Was hat’s da drin?», fragte El Jefe. Darauf er: «Ist wie Red Bull, aber nicht so süss.» El Jefe: «Stierhoden sind eben etwas süsslich.» Er: «Wieso?» El Jefe: «Im Red Bull hat es Stierhoden drin, das weiss doch jeder! Ich hoffe jetzt aber nicht, dass wo Fulvi draufsteht, auch Fulvi drin ist… harharhar harhar». Schallendes Gelächter im ganzen Metzgerladen.

Doch Vorsicht! Das Getränk hat’s in sich. Fulvi verleiht zwar keine Flügel, stattdessen schiessen einem aber Blumen der Kreativität aus dem Kopf. Für uns als Werbeagentur stellt es deshalb bereits jetzt eine unersetzliche Droge dar.

Ein Leben ohne Fulvi ist nach nur einem Tag nicht mehr möglich. So haben wir heute eine Fulvi-Dose über Mittag begleitet und eine kleine Reportage über das kurze Leben dieser Energy-Drink-Dose erstellt… Viel Spass!

Ich hab Polizei!

Ich hab Polizei!

Neuerdings haben wir drüben im Park Polizei, wie das Sperrband in alarmierendem Rot bekundet. Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer!

Als Werbeagentur können wir es ihr jedoch eigentlich nicht durchgehen lassen, das Schriftband verkehrt herum auzufhängen. Und das heute, am Welttag der Alphabetisierung!

…aber ok, wir wollen mal nicht so streng sein. In Wahrheit sind wir doch alle froh um die Polizei. Na gut, vielleicht nicht alle: manche Gangsta-Rapper beispielsweise. Aber um die hat sich ja Jan Böhmermann bereits gekümmert:

Keine Haie am Strand

Keine Haie am Strand

Gestern erreichte uns via Twitter ein Post eines alten Bekannten. Dieser Sack treibt sich in Thailand rum.

Und wenn wir Sack sagen, dann meinen wir das wortwörtlich. Es geht nämlich um den Schwimmsack, ein Give-away der Präventionskampagne von 2014 „Keine Haie in Schweizer Flüssen“. Sie erinnern sich? Wir erinnern uns sehr gerne an dieses Projekt, wir Kreativen von der Werbeagentur hatten grossen Spass daran und denken immer noch mit Freude an die gute Zusammenarbeit mit der Stadt- und Kantonspolizei verschiedener Städte und Kantone zurück.

Der Schwimmsack sieht auch am Strand klasse aus und er ist sicher auch meertauglich, gar keine Frage! Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Haie an den Keine Haie-Claim halten und auf Abstand bleiben. Also immer schön am Strand bleiben, denn da gibt’s bestimmt keine Haie!

😉

N.B.: Jedes Jahr sterben weltweit etwa zehn Menschen durch Haifisch-Attacken. Im selben Zeitraum gibt es dagegen allein in der Schweiz über fünf Mal mehr Tote durch Badeunfälle in Flüssen!

Bye-bye Markenwahrnehmung und hallo Nazibraun 2.0

Bye-bye Markenwahrnehmung und hallo Nazibraun 2.0

Gibt es eine hässliche Farbe? Ja, die gibt es und sie heisst Pantone 448C!

Im Volksmund wird sie bereits Kackbraun oder Lungenkrebsbraun genannt. Dagegen kommt Nazibraun direkt fröhlich rüber, finden Sie nicht?

Einer GfK-Studie zufolge brachten die Befragten mit ihr Begriffe wie «Tod», «Dreck» und «Teer» in Verbindung und auch anderweitig keine einzige positive Eigenschaft. Seit einem Jahr wird diese Farbe in Australien auf Zigarettenpackungen für die generische Anbringung der Zigarettenmarken verwendet. Das Konzept ging auf: In den zwölf Monaten nach Einführung der Standardverpackung in Pantone 448C ging der Pro-Kopf-Zigarettenkonsum in Australien um fünf Prozent zurück. Die grossformatigen Ekelbilder – mit gravierenderen Botschaften als das schwachmatische «Rauchen lässt Ihre Haut altern» – verhalfen diesem Resultat sicher zusätzlich zum Erfolg.

Die Reduktion des Markennamens auf eine simple Erwähnung in Standardschrift nimmt dem Produkt schliesslich noch die letzte positive Emotion. Vielleicht hätte man sogar noch höhere Werte erzielen können, wenn man das hässliche 448C mit dem hässlichsten Font der Welt kombiniert und so als Standardschrift auf «Comic Sans» gesetzt hätte – wer weiss?

Australia_Cigarettes_Packaging
Lost in the Post

Lost in the Post

Ich liebe Situationen, in denen ein System ausfällt und sich die Menschen selbst organisieren müssen. So neulich auf der Post, als das Ticketsystem uns geschätzten Kunden vorübergehend nicht zur Verfügung stand.

Mehrere freie Schalter gab es zur Auswahl. Eine kurze Schrecksekunde lang spürte ich in der Magengegend den Anflug eines Gefühls der Verlorenheit aufkeimen. Na, welchen Schalter nehme ich denn jetzt? Ich wählte Schalter G, wo mir die freundliche junge Postangestellte – die mich das letzte Mal bei der Aufgabe eines Ausland-Pakets so gut beraten hatte – direkt in die Augen schaute. Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart lassen grüssen.

Ähnlich verloren stellte sich eine weitere Kundin hinter mir in die Schlange, obwohl Schalter F nebenan frei war. Mein Gedanke: Fällt ein System aus, geht alles gleich wieder «Back to Mama», also zurück auf das Konzept, das man kennt.

Schlange stehen auf der Post, erinnern Sie sich? Für alle die nach 1990 geboren sind, möchte ich kurz erklären, wie man sich beim Anstehen zu verhalten hat.

Damals gab es – wie heute auch – mehrere Schalter und vor ihnen Warteschlangen von unterschiedlicher Länge. Wenn man den Fehler machte und sich in eine kurze Schlange einreihte, war man zwar bald an der Reihe, jedoch nur, um zu erfahren, dass es sich um einen speziellen Spezialschalter für ausschliesslich spezielle Angelegenheiten handelt. Ergo: kurze Schlange = no-go!

Man musste also von vornherein in einer langen Schlange anstehen. Und wie man da so stand und wartete, ging es in den Schlangen nebenan zügig voran. In der eigenen Schlange war grundsätzlich ein komplizierter Kunde zugange, der den Schalterbeamten derart herausforderte, dass dieser immer wieder vom Schalter weg nach hinten musste, um irgendetwas abzuklären.

Und wenn man vom vordersten Kunden auch noch das Geräusch von klimpernden Münzen vernahm, war einem klar, dass man wohl für den Rest seines Lebens in dieser Schlange stehen bleiben würde.

Aber Vorsicht! Einfach den Schalter zu wechseln hatte überhaupt keinen Sinn. Sobald man das tat, geriet auch die neue Schlange durch mysteriöse Umstände (komplizierter Kunde, komplexe Frage etc.) in Stillstand und man musste schmerzlich mitansehen, wie sich die Schlange in der man gerade eben noch stand, nun plötzlich mühelos vorwärts bewegt…

Horror! Was doch so ein Systemausfall alles an üblen Erinnerungen an die gute alte Zeit auslöst?…

Abwesend wegen Luftmatratzentest!

Abwesend wegen Luftmatratzentest!

Vom 25. Juli bis 5. August 2016 nimmt Therefore an einem zweiwöchigen Produkte-Test teil.
In dieser Zeit prüfen wir Luftmatratzen, indem wir auf ihnen dösen, jassen, sitzen, spielen, schwatzen…

Dann sind wir nicht erreichbar ­­— nur in Notfällen via Telefonauftragsdienst unter gewohnter Telefonnummer.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und freuen uns jetzt schon auf Ihren Luftmatratzen-Testbericht mit Bild auf Facebook oder per Mail.

Sonnige Grüsse aus dem Arterpark und eine schöne und wohlverdiente Sommerpause.

Ihre Thereforianer

Spass haben verboten!

Spass haben verboten!

Endlich ist er da, der Sommer. Doch mit dem schönen Wetter gehen auch Vorschriften und Regeln einher.

So zum Beispiel beim kleinen Planschbecken drüben im Arterpark. Dort, wo die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft froh im Wasser planschen sollen, steht ein Schild in Weltformat XIV. Abgefasst in kindlicher Sprache mahnt es zum gebotenen Verhalten im Umgang mit dem städtischen Bassin. Typisch zürcherisch: Bevor der Spass beginnt, wird er einem erst einmal verdorben! Es wird mit der Schliessung gedroht und Mitleid für die Kleinen erweckt, die hier nicht mehr baden können, wenn die Vollpfosten von Eltern ihren «Goofen» nicht beibringen können, dass SAND IM WASSER NICHTS VERLOREN HAT! VERSTANDEN?

Sie merken, ich komme in Rage! Und überhaupt, wer hat das gelayoutet! Hauptsache gross, einschüchternd und «grusig», könnte man meinen. Die Kinder werden dieses Schild unzweifelhaft nicht verstehen und die Eltern fühlen sich zweifelsfrei kindlich herabgesetzt.

Gut, als Werbeagentur schaut man vielleicht etwas anders auf solche Affichen. Bei diesem Exemplar jedenfalls kriegt mein Grafikerherz Augenkrebs und mein Texterherz kotzt in den Teich. Das einzig Gute daran ist die Schriftart: Helvetica! Denn Helvetica hat so etwas Imperatives. Dieser abstrakten Schrift glaubt man. Worte in dieser Schriftart wirken wie Befehle, doch, wenn sie nicht stimmig eingesetzt wird, dann wird es einem schnell zu abstrakt…

 

Gute Tänzer sind besser im Bett!

Gute Tänzer sind besser im Bett!

Ist es nicht immer wieder erstaunlich, dass in unserer erforschten Zeit ständig neue Tierarten entdeckt werden?

Die Rede ist von einer 4 bis 5 Millimeter grossen australischen Springspinne. Es war ja bisher schwer vorstellbar, dass man für Spinnen einmal den Begriff «süss» verwenden würde. Doch bei diesen Exemplaren müssen das selbst die ängstlichen Arachnophobiker eingestehen!

Herr Spinne mit seiner irritierend irisierenden Farbmusterung vollführt vor dem Weibchen einen Balztanz, der an einen Pfau erinnert, weshalb diese Art auch Pfauenspinne oder auf Englisch Peacock Spider genannt wird.

Wenn Mann tanzt, weiss Frau Bescheid! Macht er die Sache gut, darf er seine Gene gerne weitergeben. Guter Tänzer, gute Gene! Weiss doch jede! Bleibt die Angebetete hingegen unbeeindruckt, sind des Gigolos weitere Tanzschritte gezählt und die Dame wenigstens kulinarisch befriedigt.

Nur gut, dass es sich bei uns Menschen nicht so verhält, sonst wäre wohl der eine oder andere Mann in unserer Werbeagentur nur noch eine ausgesaugte, leere Hauthülle.

Der Sommer dieses Jahr fand heute Donnerstag um 13.26 Uhr statt.

Der Sommer dieses Jahr fand heute Donnerstag um 13.26 Uhr statt.

Juhui, der Sommer ist da! Jedenfalls heute und mit etwas Glück auch noch morgen… bei diesen Wetter-Apps weiss man ja nie woran man ist.

Erst zeigen sie ab Dienstag bis zum Wochenende schönes Wetter an und dann ändern diese launischen, heimtückischen Dinger wieder ganz kurzfristig die Meinung. Und das Dumme dabei, das Wetter scheint darauf zu hören…

Mittlerweile liegt es auch nicht mehr an dieser einen sprichwörtlichen Schwalbe, die noch keinen Sommer macht. Nein, die Schwalben sind alle da. Sie schauen sich stattdessen dämlich an und fragen sich: «Nanu, wir sind doch alle da, wo bleibt der Sommer?» Ja, da hilft kein Meckern und Gejammer, es ist ja immer noch Frühling und schliesslich muss man auch an die Landwirtschaft denken!

Deshalb die Gelegenheit beim Schopf packen und schnell raus in den Arterpark, den Hangout Bag ausprobieren, bevor er noch Spinnweben ansetzt. Dieser wartet schliesslich auch schon ein paar Wochen auf seinen Ausseneinsatz. Gesagt, getan! Und nach anfänglichen Schwierigkeiten ist es uns dann auch gelungen die dafür typische Bananen-Gipfeli-Körperhaltung einzunehmen… Also, wir sind bereit für den Sommer 2016. Los, komm schon!

Wissen, wo das Handtuch hängt!

Wissen, wo das Handtuch hängt!

Wenn Ihnen heute beim Pendeln Leute begegnen, die ein Handtuch um den Hals tragen, dann sind das keine Irren, sondern höchstenfalls Hoopies (echt irre Typen) oder Froods (total echt irre Typen), die genau wissen, wo das Handtuch hängt (Synonym für: Wissen, was Sache ist).

Ja, heute ist Handtuch-Tag. Ein Gedenktag zu Ehren des Briten Douglas Adams, der – und jetzt kommt bei Ihnen vielleicht der Aha-Effekt – Ende der 70er, Anfang der 80er «The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy» geschrieben hat.

Ich, als alter Sience-Fiction-Fan höre mir derzeit das Original-Hörspiel von BBC Radio 4 an, wenn ich neuerdings wieder im Fitness-Center jeden zweiten Tag auf dem Crosstrainer eine Stunde schwitze. Im Ohr die Stöpsel, ziehe ich mir den «Hitchhiker» rein und auf dem Monitor schaue ich stumm SRF 1; diese Kombination soll besonders fettverbrennend sein.

Doch wieso ein Handtuch? Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Er kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn er über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft. Er kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, während er die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet. Er kann unter den rotglühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen oder es als Segel an einem Minifloss verwenden, wenn er den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt… Und – in meinem Fall – ist das Handtuch natürlich auch im Fitness von grossem praktischem Wert.

ADHS-Wochen in Stockholm

ADHS-Wochen in Stockholm

Diese Woche wird wieder mal so richtig gehampelt und gewackelt, gewippt und gezappelt; und das bis zum Auszucken.

Es ist klar, die Rede ist vom ESC, dem Eurovision Song Contest, oder wie er früher eleganter genannt wurde: «Concours Eurovision de la Chanson». Doch das ist Schnee von gestern, allerspätestens ab diesem Jahr, wo selbst Frankreich der Frankophonie die kalte Schulter zeigt und ihren Beitrag auf Englisch trällert.

Lustiger Weise setzt ausgerechnet Österreich dieses Jahr mit dem Song «Loin d’ici» auf die verblasste Weltsprache und bringt obendrein eine Interpretin ins Spiel, die der jungen Brigitte Bardot wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Wenn ich das Lied höre, dann bringt es mich augenblicklich ganz weit weg, also: buchstäblich «loin d’ici». Dabei denke ich an den Sommer und bekomme Lust, mit dem Velo durch Lavendelfelder in ein pittoreskes französisches Dorf zu radeln, mir beim Bäcker, der Jean heisst, eine Baguette zu holen, auf die ich mir dann eine Frischkäsezubereitung schmiere und mit einem Glas Chardonnay genüsslich schnabuliere…

Mal schauen, ob es für Österreich reicht. Es ist ohnehin egal wer gewinnt. Viele Darbietungen hören sich sowieso fast gleich an. Das wird einem spätestens beim Schnelldurchlauf aller Interpreten bewusst, wenn man denkt: «Eigentlich ist es einfach ein gaaanz langes Lied.»

Missglückter Saisonstart

Missglückter Saisonstart

Es ist immer das Gleiche! Sie kennen das vielleicht auch? Wenn Ihre Mitarbeiter oder Untergebenen eine Tätigkeit längere Zeit nicht mehr ausgeführt haben, dann wissen sie nicht mehr, wie diese Arbeit geht.

Diese Unwissenheit wird dann auch noch meist begleitet von Ausflüchten und Erklärungen weshalb und warum das so ist. Und wie fühlen Sie sich dabei? Klar, Sie regen sich auf und denken: «Dann schreib es dir doch mal auf, du Hirni!»

Na, zur Abwechslung ist mir sowas mit anderen schon lange nicht mehr passiert, dafür heute mit mir selbst! Ich habe einen Löffel mittels Eiscreme verbogen. Ja, Glace essen will gelernt sein. Ähm, aber an mir liegt es nicht. Entweder war der Löffel zu weich oder das Glace zu hart. Wirklich nicht meine Schuld, jemand hat den Gefrierschrank zu kalt eingestellt… Und ausserdem muss ich zu meiner Verteidigung gestehen, dass sich die Bedingungen verändert haben. Letztes Jahr hatten wir «Stängeli» und dieses Jahr «Chübeli».  Ähm…

P.S.: Die Sorbetto Ice-cream schmecken zum Schreien – I scream –  lecker und sie werden bei uns gleich ums Eck an der Neptunstrasse 49 in liebevoller Handarbeit produziert.

Hommage an Christian

Hommage an Christian

 

Die wilde Heckenrose

Aus eines
toten Recken Hose
wuchs eine kecke Heckenrose.

Wisst ihr,
weshalb?

Das Sonnenfohlen
verriet es mir
im Stillen:

Das raffinier-
te Gewächs
tat‘s um des Schüttelreimes willen.

 

Mit dieser Variation eines seiner bekanntesten Gedichte gedenken wir heute an Christian Morgenstern, 145 Jahre, 10 Monate und 24 Tage nach dessen Geburt respektive 101 Jahre, 11 Monate und 30 Tage nach dessen Tod. Diese Jubiläumszahlenunordnung erscheint auf den ersten Blick etwas wild und willkürlich, doch das hätte Christian im Jahr 100 nach Dada bestimmt nichts ausgemacht.

Bekannter als ein bunter Hund

Bekannter als ein bunter Hund

Manchmal muss ich in die Altstadt, um Besorgungen zu machen. So wie heute ins Bärenland, um für die glücklichen Geburtstagskinder unter unseren Kunden Gummibärchentorten zu holen.

An solchen Tagen lasse ich es mir nicht nehmen, meinem Kumpel Monty einen kleinen Besuch abzustatten. Er wohnt im Niederdörfli auf dem Kinderspielplatz «Unter Zäune» in einer zweistöckigen Dependance. Wenn er gerade da ist und Zeit hat, kehre ich eine Weile bei ihm ein und wir bringen uns gegenseitig auf den neusten Stand der Dinge. Es ist schon fast ein Ritual. Manchmal ist er anwesend, manchmal nicht. So, wie heute leider 🙁

Eigentlich wollte ich es nie an die grosse Glocke hängen, weil ich befürchtete, dass ihn irgendwann mal zu viele Zaungäste besuchen und er vom zunehmenden Trubel Reissaus nehmen würde. Tatsächlich ist er im letzten Dezember für etwa zwei Wochen verschwunden. Zürich fiel deswegen in eine tiefe Depression, wie Tele Züri berichtete. Damals wurde mir klar: Dieser Kater ist bekannter als ein bunter Hund. Er hat sogar eine eigene Facebook-Seite mit viel mehr Freunden als ich. Meine Zurückhaltung hat er also gar nicht nötig…

Kunst im Arterpark

Kunst im Arterpark

Die Stadt Zürich ist ein weitläufiges Open-Air-Museum und die Kunst im öffentlichen Raum sind ihre Exponate.

Als Mitarbeitende einer Werbeagentur am Arterpark durchqueren wir diesen mehrmals täglich – meist in Eile – auf dem Weg zum Kreuzplatz oder zum Bahnhof Stadelhofen.

So rauschen wir durch den Park und befinden uns gedanklich schon in der Hektik des Verkehrs auf der gegenüberliegenden Seite, ohne diese Ruhe einer längst vergangenen Zeit in uns aufzunehmen, bevor wir uns erneut ins Gefecht stürzen.

Die Statue eines nackten jungen Mannes bleibt unbeachtet am Wegesrand zurück, dabei handelt es sich um das Werk eines bedeutenden Schweizer Bildhauers: Hermann Haller. Er gilt als einer der Begründer der modernen Plastik in der Schweiz.

Auch wenn heute jedwede Nacktheit völlig normal scheint, lässt sich bei dieser Figur etwas Lüsternes nicht von der Hand weisen. Wie gern ich eine Zeitreise zurück zur Enthüllung dieser Skulptur unternehmen und den Kommentaren der damaligen Zeitgenossen lauschen würde. Auch frage ich mich gerade, ob jungen Mädchen wohl die Röte beim Anblick dieses holden Jungen ins Gesicht schoss? Ich stelle mir Mütter mit erhobenem Zeigefinger vor, die ihren Töchtern befehlen, nicht mehr in diesen «Grüselpark» zu gehen!

Diese erotische Spannung in Hallers Skulpturen zieht sich durch alle seine Werke, welche sich heute in vielen Museen befinden, unter anderem im Kunsthaus – so nah so gut – bis hin ins New Yorker Museum of Modern Art – and you know, if you make it there, you make it anywhere.

Kunst am Arterpark

Kunst am Arterpark

Nach etwas mehr als drei Monaten haben wir uns hier am Arterpark gut eingelebt. Mit dem Erwachen des Frühlings öffnen sich die Augen für Sachen, die zwar schon lange da waren, bevor man zugezogen ist, man aber vorher einfach nicht gesehen hat.

So habe ich heute zum Beispiel obiges Kunstwerk, welches an einem der Eingänge zum Park zu finden ist, zum ersten Mal richtig wahrgenommen. Wie lange es wohl an dieser Stelle schon ausharrt?

Es erinnert an die Werke Pollocks und hat mit seinen Arbeiten sowie allen anderen Ausprägungen des abstrakten Expressionismus gemeinsam, dass das Gefühl, die Emotion und die Spontanität bei der Erschaffung wichtiger waren als Perfektion, Vernunft und Reglementierung.

Wenn auch viele darin nur ein Chaos sehen – schliesslich ist jeder in der Lage, Farbe auf einen Untergrund zu spritzen und dies ein Gemälde zu nennen – handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen bewussten Prozess, bei dem die Farbe haargenau auf dem gewünschten Platz landete.  Leider können wir den Künstler nicht fragen. Seine Signatur befindet sich – an aussergewöhnlicher Position an der linken oberen Ecke in Form eines Schildes – auf dem Bild: Rediffusion. Aber von diesem Künstler habe ich noch nie gehört…

Ich bin ein Star, holt mich hier raus!

Ich bin ein Star, holt mich hier raus!

Was haben die sich bloss dabei gedacht? Vielleicht gehört es ja dazu, sich im chinesischen Jahr des Affen zum Affen zu machen?

Ja, sie sind wieder da: Die Stare kehren aus ihren Winterquartieren zurück in den Winter. Hallo? Eigentlich war doch am 1. März der meteorologische Frühlingsanfang, doch gegen den El Niño hat der Kalendereintrag der Vögel eben keine Chance. Und nach dem frühlingshaften Winter scheint ein winterlicher Frühling nicht mehr als ein gerechter Ausgleich zu sein.

Wenn sie schon so schlau sind, verfrüht zurückzufliegen, dann müssen sie eben mal etwas Flexibilität an den Tag legen! So hilft zum Beispiel agiles Herumfliegen gegen die Kälte, denn was könnte es blöderes für einen Staren geben, als ein Star mit zwei R zu werden? Problem «Frieren» schon mal gelöst!

Das sind übrigens auch gleich die Attribute, die dem Jahr des Affen zugeschrieben werden. So gilt der Affe als agil, schlau, flexibel und als guter Problemlöser. Das Jahr 2016 steht aber auch vor grossen Herausforderungen, wie soll man zum Beispiel mit kleinen, zarten Schnäbelchen im gefrorenen Boden nach Nahrung suchen, hä?

Liebe Stare, lasst euch nicht unterkriegen. Ihr schafft das!

Ausgefallenes Geistererlebnis beim Pendeln

Ausgefallenes Geistererlebnis beim Pendeln

Pendeln bietet sie einem immer wieder: Dürrenmattsche Momente. Heute früh war ich spät dran und wollte das letztmögliche Postauto nehmen, um rechtzeitig vor dem 9-Uhr-Meeting im Büro einzutreffen.

Betonung auf «wollte»! Und wenn ich schon spät dran bin, dann bitte viel zu früh am Bushäuschen, heute waren es 10 Minuten vor Abfahrtszeit. So kann der Tag mit einer ruhigen Andacht beginnen. Ach ja, die Schneeglöckchen blühen bereits, doch das nur am Rande. Es gibt noch einen anderen Grund, weshalb ich lieber einige Minuten vorher an der Haltestelle bin. Der Bus trifft um diese Zeit meist leer und etwas früher ein, da an den drei Stationen davor kaum mehr jemand einsteigt.

Pünktlich höre ich den Bus anfahren. Ich stehe auf, um mich bemerkbar zu machen, nicht dass er mir noch davonfährt. Bestimmt kennen Sie auch jene Art von grimmigen Busfahrern, die nicht anhalten, weil man kein Handzeichen gab? Ich staune, denn der erwartete leere Bus ist proppenvoll; und obwohl ich ein Handzeichen für «Bitte halten, lieber Chauffeur» gegeben hatte, fährt der Bus aalglatt im Schritttempo an mir vorbei. Dreimal dachte ich noch kurz, dass er gleich hält, doch nichts. Ich schlage mit der flachen Hand an die Scheibe. Keine Regung bei den Passagieren. Alle sitzen da wie Geister. Ein Geisterbus auf dem Weg gen Himmel? Oder von mir aus auch direkt in die Hölle! Oder eben wie in Dürrenmatts «Tunnel», eine Fahrt ins Nichts? Oder bin ich etwa ein Geist, weshalb der Chauffeur mich gar nicht sehen konnte?

Bevor meine Gedanken noch grotesker werden, ein neuer Plan muss her! Meine Rettung hat vier Buchstaben, vier Räder, hört auf den Namen «Mimi» und ist mein Auto. Damit das Pendeln aber öffentlich bleibt, fahre ich damit selbstverständlich bloss bis zum nächsten Bahnhof. In der S12 entmystifiziert eine holprige Durchsage dann ganz banal mein Geistererlebnis. Eine Zugstrecke ist ausgefallen. Um Viertel vor neun komme ich im Büro an; das Meeting ist auch ausgefallen! Das wird ein toller Tag!

Betrachtungen über ein Sandwich

Betrachtungen über ein Sandwich

Heute habe ich mir in der Migros als Desk-Food ein Fleischkäse-Sandwich geholt. Besorgt kreisten auf dem Rückweg ins Büro meine Gedanken darüber, weshalb das Produkt nur zweisprachig beschriftet ist…

Fleischkäse steht da auf Deutsch und Fromage d’Italie auf Französisch. Wieso fehlt die italienische Bezeichnung? Isst man südlich der Alpen so etwas etwa nicht? Und welcher Teufel hat die Romands geritten, diese Speise «Käse aus Italien» zu nennen – zumal sie ursprünglich aus Bayern stammt? Ich frage unsere Tessinerin vom Fach wie es sich anfühlt – zur sprachlichen Minderheit gehörend – auf einer Sandwich-Etikette ethnisch nicht gebührend vertreten zu sein. Nanu? Die Tessiner sagen «Fleischkäse» dazu. Das führt bei mir zu weiteren Zweifeln, ob dann wohl die in Deutschland geläufige Bezeichnung «Leberkäse» fehlt und somit nicht die Minder- sondern die Mehrheit ausgelassen wurde…

Alle waren sie da!

Alle waren sie da!

Am Donnerstagabend, dem 17. Dezember 2015, feierte die Werbeagentur Therefore nicht nur die Einweihung ihrer neuen Büroräumlichkeiten, sondern auch – was nur wenige wussten – ihren 13. Geburtstag mit einer gemütlichen Sause im «Arterpark».

Gestern wurde Zürich-Hottingen seinem Namen einmal mehr gerecht, denn es ging «hot» zu und her im Hause Therefore. Es wurde gefeiert, gelacht und gequizzt. Mit den rund 6 Tonnen geladenen Gästen hielt die über hundertjährige Bausubstanz ausserdem dieser Tragfähigkeitsbelastungsprobe stand.

Liebe Gäste unseres «Grand Openings», wir haben uns sehr über Ihren Besuch gefreut. Es war eine gelungene House-Warming-Party, wie man unschwer an den Bildern des Abends erkennen kann.

Danke, dass Sie mit dabei waren!

Ach ja, die Auflösung zu den Bilderrätseln finden Sie hier!

Bilderrätsel: Auflösung und Gewinner

Bilderrätsel: Auflösung und Gewinner

Das total verrückte und barrierefreie Rätsel. Verrückt, weil es aus dem Hause Therefore stammt. Und durch das barrierefreie Design – mit drei Schwierigkeitsstufen – konnte diesmal wirklich jeder mitmachen!

Sie wissen es, Therefore ist berüchtigt für ihre up-ge-space-ten und total schwierigen Rätsel. Doch weil es gegen Weihnachten zugeht, waren wir diesmal mit Ihnen gnädig und hatten eine Version mit drei Schwierigkeitsstufen erarbeitet: Pflicht, Kür und Willkür!

Pflicht: Die erste Gewinnstufe! Also, wenn Sie die nicht geschafft haben, dann wissen wir auch nicht… 😉

Bild Nr. 1
FAMILIE + SCHLAUCH
= FAMILIENSCHLAUCH

Eine junge Familie hält einen Gartenschlauch in Händen

Bild Nr. 2
FLUGZEUG GRIPEN  + SPIELEN
= KRIPPENSPIEL

Ein Mann spielt mit seinem Sohn. während im Hintergurnd eine Gripen vorbeifliegt

Bild Nr. 3
WEIN + ACHT FLASCHEN
= WEIHNACHTEN

Acht Flaschen Wein

Bild Nr. 4
GLÜHENDE METALPLATTE + WEINEN
= GLÜHWEIN

Eine Frau weint neben einer glühenden Metallplatte

Kür: Der saftige Teil! Wenn Sie die geschafft haben, ziehen wir den Hut vor Ihnen!

Bild Nr. 5
FEUERWEHR + (PACKUNG SPECIAL) K
= FEUERWERK

Eine Packung Cornflakes und ein Spielzeug-Feuerwehrauto

Bild Nr. 6
SCHAM + PANIER(MEHL)
= CHAMPAGNER

Eine Frau schämt sich neben einer Packung Paniermehl

Bild Nr. 7
(AUGE DES) RA + GLÄTTEN
= RACLETTE

Ein Mann bügelt ein T-schirt mit Auge-des-Ra-Aufdruck

Willkür: Der happige Teil! Na, wenn Sie diese beiden lösen konnten, dann sind Sie genauso verrückt wie wir!

Bild Nr. 8
KLEINER MAILÄNDER
= MAILÄNDERLI

«Il Cavaliere» äfft Angela Merkel nach

Bild Nr. 9
LACK + RITZEN
= LAKRITZ

Auto mit einem Kratzer im Lack

Nun wünschen wir Ihnen auch ohne unsere Rätsel weiterhin viel Spass in der Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Ein Prosit auf spannende Projekte mit Ihnen im 2016!

Ihr Therefore-Team

Ich weiss, wie ich nicht heiss‘

Ich weiss, wie ich nicht heiss‘

«Wie ist dein Name?» erklingt es hinter der Kasse hervor, nachdem ich meine Latte bestellt und alle kolumbianischen, kenianischen oder guatemaltekischen Extra-Shots mit einem «Nein, danke!» bestimmt, aber höflich abgewehrt habe.

Es ist klar, wo ich mich befinde: im Starbucks. Eigentlich ist diese «Vornamenerfragerei» sympathisch, denn durch den Vornamen, der einem schon seit Kindesbeinen her vertraut ist, wird gleich eine emotionale Bindung zwischen Verkäufer und Käufer geschaffen und man fühlt sich augenblicklich zu Hause.

Alles Marketing! Schönes Marketing wäre es allerdings, wenn man bei der Kaffeeausgabe immer noch so hiesse, wie an der Kasse erfragt und nicht als «Caffé Latte» angeschrien würde und alles so als Farce entlarvt wird. Also, wen interessiert es denn, wie ich heisse? Meine Kollegin Xenia zum Beispiel, regt sich immer auf, wenn am Schluss «Senya» auf dem Pappbecher steht: «So heisse ich nun mal nicht», sagt sie und damit hat sie natürlich recht. Denn wird der Name falsch geschrieben, geht der Schuss erst recht nach hinten los!

Namen sind Schall und Rauch; so schrieb es einst Goethe in Faust. Obwohl ich mit einem einfach verständlichen Vornamen ausgestattet bin, habe ich angefangen, jedes Mal einen anderen zu nennen. Anfänglich bloss aus Jux, doch nun habe ich einen Heidenspass dabei, die Starbucks-People mit seltenen und schwierig zu schreibenden Namen zu «challengen». So freue ich mich, wenn aus Guido Gido, aus Guy Gee und Heinz mit «tz» geschrieben wird. Etwas spätpubertär, ich weiss, doch es fühlt sich toll an. Etwa so wie in diesem Vers aus Faust:

Nenn es dann, wie du willst,
Nenn‘s Glück! Herz! Liebe! Gott!
Ich habe keinen Namen
dafür! Gefühl ist alles;
Name ist Schall und Rauch,
Umnebelnd Himmelsglut.

Wir erheben uns in den Olymp

Wir erheben uns in den Olymp

Wir ziehen um! Ab 1. Dezember 2015 lautet unsere neue Adresse Arterstrasse 24, benannt nach dem 225-jährigen Park des Arterguts der Familie Arter.

Unsere neuen Büros liegen in Zürich-Hottingen, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Stadelhofen und Kreuzplatz entfernt. Beschützt von römischen Göttern, in Form der umliegenden Neptun- und Minervastrasse sowie des Merkurplatzes, starten wir in eine neue Ära.

Da ist zum Beispiel Minerva vor dem Haus. Unter anderem als Beschützerin des Gewerbes und der Dichter hat sie mit uns als Kommunikationsagentur nur Gutes im Sinn. Neptun im Rücken, als Gott der fliessenden Gewässer und der springenden Quellen, wird weiterhin dafür sorgen, dass die Ideen nur so sprudeln und niemals versiegen werden. Und mit dem Götterboten Merkur an der Seite, als Schutzpatron der Händler und der Diebe, wird uns auch einiges gelingen. Das mit den Dieben müssen Sie nicht allzu ernst nehmen, Händler und Diebe waren zur Römerzeit praktisch ein und dieselbe Person. Das ist heute nicht mehr so. Obwohl: eine gewisse Schlitzohrigkeit kann einer Werbeagentur sicher nicht schaden…

Aber seien Sie unbesorgt, wir werden deswegen nicht überheblich auf dem sprichwörtlichen Olymp sitzen, uns nur noch von Nektar und Ambrosia ernähren und den Gesängen der Musen lauschen, sondern wir bleiben ganz nah bei Ihnen und auf Augenhöhe, einfach in neuen Büros…

Möge der Saft mit Euch sein!

Möge der Saft mit Euch sein!

Gegen Ende des Jahres kommen wieder viele coole Filme, wie «Star Wars VII» und «James Bond 007» ins Kino. Doch nicht nur das!

Am Ende eines jeden Jahres läutet Therefore traditionsgemäss die «Frohe Mandarinenzeit» ein und verschickt ihre ultraleckeren Mandarinen.

Diesmal liessen wir 7 von Therefore uns von der bald anlaufenden 7. Episode von Star Wars inspirieren. Und dabei sind wir tief in die Kunst und Tradition des Muotathaler Mandarinenschnitzens eingetaucht.

Oder um es mit den Worten von Meister Yoda zu sagen: «Fruchtet euch nicht, denn Frucht ist der Weg zur orangen Seite des Safts! Euch schnitzend zu sehen, unser Herz aufs Wärmste erfreut. Viel Arbeit Ihr noch habt. Und posten Ihr müsst! Auf facebook.com/ThereforeAgency.

Frohe Mandarinenzeit!

Bald ist wieder ausgegrinst!

Bald ist wieder ausgegrinst!

Dieses Wochenende sind Wahlen, Gott sei Dank! Ich kann diese miserabel schlecht gestalteten Wahlplakate nämlich bald nicht mehr sehen. Das Schlimme ist, diese sind nicht nur an offiziellen Plakatwänden zu sehen, nein so mancher Bauer verdient sich ein Zubrot für das zur Verfügung stellen seines Landes entlang der Strasse, um uns noch mehr Wahltransparente aufs Auge zu drücken. Einfach überall, allgegenwärtig, diese Dinger.

Wer gestaltet diese Plakate eigentlich, die so aussehen, als ob sie ein grafisch absolut talentfreier Sek-Schüler ohne Motivation nach dem ersten Tag im Power-Point-Kurs hingepfuscht hätte? Die Köpfe sind meist stümperhaft freigestellt und auf einen weissen Hintergrund geklatscht. Die Plakate der SP kommen dabei noch am besten weg, zumal sich diese Partei bei den Fotos mehr Mühe gab. Doch eines ist ihnen gemein: Sie grinsen um die Wette! Bei einigen Kandidaten sieht es sogar so aus, als ob sie sich das erste Mal im Lachen versuchen. Ausser Martin Bäumle, der verzieht sein Gesicht nicht zu einer unglaubwürdigen Fratze. Für mich ein Grund, ihn vielleicht in den Ständerat zu wählen… 😉

Das Wort zum Weltuntergang

Das Wort zum Weltuntergang

Na, wie fühlen Sie sich mitten im Weltuntergang, der noch bis 28. September andauert? Die letzte grosse Apokalypse ist ja noch nicht mal drei Jahre her. Aber jetzt klappt’s bestimmt. Vieles spricht dafür!

Ein Puerto-Ricaner träumte, dass ein Meteorit in die Erde einschlagen würde, obwohl dies viele Wissenschaftler für Unsinn halten, geträumt ist geträumt. Was soll man da dagegenhalten? Meine Träume gehen schliesslich auch immer in Erfüllung!

Ein weiteres Indiz: In diese Zeit fällt auch die 69. UNO-Vollversammlung. Thema ist eine neue Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda, die sogenannte «Post-2015-Agenda», gemäss einigen Verschwörungstheoretikern quasi der Plan für die «Neue Weltordnung» nach 2015. Und ui, ui, ui. Die Zahl 69, das ist eine Sechs und eine Neun! Gefährlich, gefährlich!

Haben Sie gestern die ersten Wehen des Weltendes schon gespürt? Nein? Ich auch nicht. Besonders der gestrige 23. September wurde als Schreckenstag hoch gehandelt. Viele Hollywood-Filme und -Serien wiesen versteckt mit diesem Datum auf das Ende der Welt hin. Zudem war gestern der 266. Tag des Jahres 2015, an dem der 266. Papst dem mächtigsten Mann der Welt die Hand schüttelte. Diese Übereinstimmung der beiden Zahlen kann doch kein Zufall sein! Und wenn es doch kein Weltuntergang ist, dann handelt es sich ganz bestimmt um eine weltverändernde Verschwörung! Der Papst – für einige christliche Fundamentalisten eh der Antichrist schlechthin – hält morgen Freitag vor der UNO seine Rede und da ist es doch nur logisch, dass er mit von Partie ist!

Derweil machen sie diesmal im CERN keine kleinen schwarzen Löcher, die uns alle einsaugen, dafür offnen sie die Pforte zur Hölle – das CERN-Logo besteht ja schliesslich aus drei Sechsen, also wenn man genau hinschaut.

Doch damit nicht genug, am 28. September schliesst der Weltuntergang mit einem verrückten Supermond, der gleich zwei Naturschauspiele in sich tragen wird: Die geringste Nähe zur Erde, was den Mond viel grösser erscheinen lässt, sowie eine Mondfinsternis, die ihn blutrot einfärben wird… Und «blutrot bringt den Tod», das weiss doch jeder!

In solchen Zeiten gibt die Bibel uns Menschen halt. So las ich neulich in Lukas 21, 25-28: «Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen…» ach komm hör auf! Das passt in jede Zeit. Was hat es bloss mit dieser Weltuntergangssehnsucht auf sich?

Ich, als erfahrener Prophet, warte das Ereignis ab. Schliesslich erlebe ich diesmal mein 59. Armageddon! Falls es aber wieder nicht klappt, nicht verzagen, das nächste Weltende kommt ja bereits am 7. Oktober 2015.

 

Jeder Apfel hat seinen Wurm

Jeder Apfel hat seinen Wurm

Was ist Ihre spontane Assoziation, wenn Sie das Wort Apfel hören? Denken Sie da an Schneewittchens vergifteten Apfel oder vielleicht an die Verführung Adams durch Eva? Ist es das englische Sprichwort «An apple a day keeps the doctor away», das Ihnen in den Sinn kommt oder ist es jener Apfel auf Walterli Tells Kopf, den sein Vater Wilhelm bravurös im ersten Versuch «tüpfte»? Man stelle sich vor, Willi hätte statt des Apfels Walterlis Birne getroffen. Wäre der Apfel dann immer noch Schweizer Nationalfrucht, von der Herr und Frau Schweizer durchschnittlich 20 Kilo pro Jahr verputzen?

Morgen ist der Tag des Apfels. Anlass genug, diese Frucht etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: In der Schweiz wachsen – man höre und staune – über 1‘000 Apfelsorten. Wieso gibt es dann in Migros und Coop immer bloss dieselben vier Sorten: Golden Delicious, Gala, Elstar und Cox‘ Orange? Weltweit gedeihen sogar mindestens 20‘000 Varianten dieser ältesten Kulturfrucht schlechthin, die vom kasachischen Wildapfel (Malus sieversii) abstammen soll und deren «Bütschgi» auch schon im «Güsel» prähistorischer Siedlungen gefunden wurde. Das lateinische Wort dafür heisst Malus, welches mit «schlecht, schlimm, böse» übersetzt werden kann. Wieso so negativ? Etwa wegen des Sündenfalls?

Wie auch immer, die Äpfel auf dem Bild sind Grafensteiner, direkt von meiner Bäuerin Brigitte, die mir jede Woche viel Gemüse und ein Kilo Äpfel bringt. Die sind aber genau das Gegenteil von schlecht und haben in unserem Büro, in Form einer Tarte, eine Halbwertzeit von einigen wenigen Minuten. Äpfel sind etwas Gutes, da sind sich in unserer Agentur alle einig. Uneinigkeit besteht einzig darin, wie wir das Apfelkerngehäuse nennen sollen. Denn so wie jeder Apfel seinen Wurm hat, hat jeder von uns sein eigenes Wort dafür: «Bütschgi, Gigetschi, Mutschgi, Bitzgi, Ghüüs, Torsolo oder Bunzen». Und unsere heutige Besucherin aus dem Sauerland sagt dazu «Nürsel».

Jedes Ende trägt einen neuen Anfang in sich

Jedes Ende trägt einen neuen Anfang in sich

Ende Woche wird der Stöpsel im Pool der Badi Allenmoos, vis-à-vis unseres Büros, gezogen und das Wasser abgelassen. Die Tore werden geschlossen und die Winterstarre beginnt.

Spätestens jetzt ist klar: Der schöne Sommer ging von hinnen, der Herbst, der reiche, zog ins Land. Schön war’s! Doch auch der Herbst hat seinen Reiz. So freuen wir uns schon jetzt auf unsere Mittagsmärsche in die Mensa der Uni Irchel, um dort die Tagessuppe hinunterzuschlürfen. 20 Minuten hin, 20 Minuten Suppe schlürfen, 20 Minuten zurück. Eine Stunde hat man wohl auch schon blöder «verlölet». Obendrein bieten die emsigen Studenten in der Mensa eine klasse Unterhaltung, zum Beispiel wenn die strebsamsten unter ihnen die Mittagspause dazu nutzen, um ihre Schulbücher in «Yellow Pages» zu verwandeln…

Das Agenturleben kann manchmal hart sein!

Das Agenturleben kann manchmal hart sein!

Wie hart das Agenturleben sein kann, zeigt dieses Bild auf sehr schöne Weise. Therefore war in der Maremma unterwegs und statt ins Gedränge der S-Bahn ging es früh morgens für ein Fotoshooting in den Weinberg des Spitzenweinguts Montepeloso.

Der Winzer hat uns eine Kiste seines Weins A Quo 2013 mitgegeben, den wir zur Hälfte schon selbst getrunken haben – er schmeckt einfach himmlisch! Den Rest verlosen wir – also nichts wie mitmachen und vom warmen Herbst in der Toscana träumen!

Gewinnen Sie eine Flasche A Quo von Montepeloso. Wie? Ganz einfach. Schreiben Sie uns ein E-Mail mit dem Namen des Weltklasse-Winzers. Wir wünschen Ihnen Glück!

Die Post schickt mir den Tod nach Hause!

Die Post schickt mir den Tod nach Hause!

Neulich fand ich in meiner privaten Post ein kleines, herziges Paket. Ich wusste gar nicht, dass die Post überhaupt so winzige Schächtelchen, kaum grösser als eine Zigarettenschachtel, verarbeitet und spediert.

Als Mitarbeiter einer Werbeagentur schaut man eben auf solche Sachen, man kennt sich diesbezüglich ja auch ein bisschen aus. Ich öffnete also dieses Päckchen behutsam, nahm das Faltblatt heraus, da sprang mich auch schon eine unschöne Botschaft an: «Rauchen ist tödlich» schrie es mich in der Schriftart Helvetica halbfett/medium an: Und auf dem Beilagenzettel stand ausserdem «GROSSARTIG» in Grossbuchstaben und mit sechs O. Gleich stellte sich mir ein schwindeliges Gefühl ein, ganz so, als ob ich nach vier Jahren Abstinenz das erste Mal wieder eine geraucht hätte; alles andere als grossartig! Mein erster Gedanke war, die Post wünscht mir den Tod, was natürlich Blödsinn ist.

Die «Zigis» liegen jetzt als «Not-Sargnägel» bei uns in der Agentur rum, falls ein Besucher mal eine rauchen möchte, aber keine bei sich hat. Nach diesem Erlebnis bin ich mir sicherer denn je, ich habe endgültig mit Rauchen aufgehört. Vielleicht liegt es ja auch an der psychologischen Wirkung der Helvetica-Schrift. Helvetica hat so etwas Imperatives, weshalb sie nicht nur auf Werbeplakaten, sondern gerne auch auf Verbotsschildern verwendet wird!

Ein haariges Missverständnis

Ein haariges Missverständnis

Jawohl, ich bin stark behaart, wie ein «richtiger» Mann eben! Auf die Frage, was ein richtiger Mann jetzt genau ist, möchte ich nicht weiter eingehen, hier scheiden sich die Geister eh. Und ausserdem unterliegt auch diese Definition, wie so vieles, den Modetrends. Waren früher «Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll» die begehrten Attribute für eine wünschenswerte Männerbeschreibung, so sind es heute wohl eher «Laktoseintoleranz, Veganismus & Helene Fischer».

Wie dem auch sei, zum Glück gehöre ich nicht zu der Sorte Männer, deren Haupthaar auf den Rücken wandert. Mein Rückenhaar spriesst auch ohne Migration und meine Mähne ist immer noch stark und dicht… und in Originalfarbe! Nur die Koteletten sind etwas ergraut. Deshalb habe ich heute Morgen mit meinem gut zwanzigjährigen Haartrimmer wiedermal an ihnen herumgestutzt.

Das Gerät hat einen Namen, es heisst «Moser Primat». Früher dachte ich, dass ein allzu witziger Produktmanager es sich nicht verkneifen konnte, seine Kunden mit behaarten Affen gleichzusetzen. Heute denke ich, dass der Name einfach etwas unglücklich gewählt ist, bezeichnet man Affen doch landläufig gerne so, auch wenn der Mensch in die gleiche wissenschaftliche Ordnung gehört. Wenn die Produktbezeichnung vom lateinischen «primus» stammend auf «der Erste» hinweisen soll, dann ist es nicht gelogen. Tatsächlich war es mein erster Trimmer, jedenfalls der erste, der etwas taugte… und so wie es aussieht, wird es auch mein letzter sein. Zuverlässige Profitechnik für den Dauerbetrieb, made in Germany.

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Ich bin Mork vom Ork und wenn ich ein Stern wäre, dann wäre ich Wolf 359. Basierend auf meinen Erinnerungen war ich in meinem vergangenen Leben ein Gladiator, ein glorreicher Erfinder und sah obendrein noch aus wie sexy Sean Connery in seinen besten Tagen. Mein Spitzname ist Knutschiwutschi und ich rieche nach Zitronen. Mein dominantester Charakterzug ist mein Optimismus und ich sehe Zac Efron (Who the fuck is Zac Efron?) zu 84% ähnlich. Ausserdem bin ich knallhart wie weiche Butter und mein Musikgeschmack entspricht dem eines 68-Jährigen, was ich natürlich gerne als Kompliment auffasse!

Merken Sie worauf ich hinaus will? Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Hardcore-Facebook-Selbsttest-Fuzzi, einer von der Sorte, die die Resultate ohne Schmach in ihrem Stream posten. Es gibt Leute, die vermuten, dass ich das alles aus Selbsthass tue, für mich ist es jedoch vielmehr gelebte Selbstironie. Denn wer über sich selbst lachen kann, hat immer gut lachen und braucht nicht zu warten, bis es andere tun.

Doch heute bin ich mit folgender Frage auf die Grenze des Zumutbaren gestossen: «Welcher Sandra Bullock-Charakter bist du wirklich?» Wirklich? Also wirklich wirklich? Plötzlich ging mein ganzer Körper auf Widerstand und es stellte mir mein über Generationen menschlicher Existenz wegentwickeltes Nackenfell mit einem derart starken Schaudern, dass ich glaube, schlagartig von der Sucht dieser Tests befreit worden zu sein. Ich bin frei! Das fühlt sich grossartig an. Das wird gleich mein Facebook-Post zum heutigen Tag!

Mit Sommerkrimi und Sommerquiz gegen das Sommerloch!

Mit Sommerkrimi und Sommerquiz gegen das Sommerloch!

Das mediale Sommerloch wurde dieses Jahr mit der Geschichte von menschenfressenden Hechten in der Badi Lachen offiziell eröffnet. Nun kommt die Zeit, in der die Medien verzweifelt jeden noch so dünnen Geschichtsfaden aufgreifen. Berichte von afrikanischen Riesenraupen, die über die Alpen kriechen und unseren Imkern allen Honig wegfressen oder von überfahrenen Waschbären auf Torontos Strassen, für die spontane Beileidsbekundungen abgehalten werden, haben Hochkonjunktur.

Nicht so bei Therefore! Wir setzen mit aller Kraft dagegen und bevor Sie ins mediale Sommerloch gähnen, lesen Sie unseren Sommerkrimi! Starten Sie heute mit dem Prolog und geniessen Sie während den folgenden elf Tagen den ultimativen Groschenroman des Sommers 2015: «Proyecto Bigote – Destino Barcelona». Jeden Tag veröffentlichen wir ein weiteres Kapitel.

Ausserdem: Machen Sie bei unserem Sommerquiz auf Facebook mit! Während den nächsten Wochen veröffentlichen wir 12 Bilderrätsel, bei denen jeweils ein Begriff gesucht wird. Zu gewinnen gibt es den Pulp-Fiction-Roman «Proyecto Bigote – Destino Barcelona» im limitierten Sonderdruck.

Bravo bringt Schweizer Jugendliche zum Schreien

Bravo bringt Schweizer Jugendliche zum Schreien

Am 30.6.2015 um 10:08 Uhr postete die Bravo online folgende Schlagzeile: «Kartoffelsalat-Film läuft nicht in der Schweiz!» Sie schockt das vielleicht nicht oder Sie fragen sich sogar: «Häää? Ein Film über Kartoffelsalat?» Diese Schlagzeile rüttelte aber eine ganze Generation von Teens auf! Einen Tag später, auf dem Nachhauseweg, fand ich einen Sudel eines Bravo-Lesers mit folgendem Inhalt:

«liebe Kino Cumunity – Wir möchten ihnen Herzlich bitten den Film Kartofelsalat in den Schweizer Kinos abspielen zulassen. Sie Denken das wir Schweizer Jugendliche diesen Film nicht Schauen werden, aber sie ahnen nicht wie sehr wir Youtubers lieben. Sie werden es nicht bereuen. Als die Youtube-gang in der Stadt Zürich war, waren wir die lauteste Stadt. Wir haben auch rechte, wir warten schon lange das der Film Kartofelsalat. Wir bitten sie Herlichen den Film Abzuspielen. Nur 1 woche reicht aus. Als wir hörten das der Filmnicht abgespielt wird waren wir sehr entäuscht. Also bitte spielen sie denn Film ab 😉 »

Meine Gedanken:

  • Na, da sage noch einer die Jugendlichen zeigen keine Initiative! Und dann sowas!
  • Cumunity? Nennt sich so die Community auf Porno-Seiten?
  • Stimmt, ich habe auch schon mal gelesen, dass es mit der Rechtschreibung bei den heutigen Schülern nicht zum Besten steht.
  • Mit der Word-Autokorrektur hätte der Schreiber auch nur acht Fehler vermeiden können.
  • Die Jugend von heute schaut nicht mehr fern. Sie nennen sich Youtubers und schauen nur noch Filmchen im Internet, aber ins Kino wollen Sie trotzdem.
  • Was denken wohl die Leser dieses Beitrags? Über die Jugendlichen? Über mich?
  • Und was ist das für ein Film über Kartoffelsalat, der unsere Jugendlichen so kirre macht?

Hier geht es übrigens noch zum Trailer

Allegra char aspectatur e chara aspectatura!

Der Titel dieses Beitrags liest sich beinahe wie die Einleitung des rätoromanischen Guetnachtgschichtli. Uns Deutschschweizer Kindern der Siebziger und Achtziger Jahre hing jeweils der Unterkiefer vor Enttäuschung bis tief zum beigen Spannteppich hinunter, wenn die Programmansagerin uns «Aspectaturs» in diesem Kauderwelsch zur kommenden Sendung begrüsste. Wieder eine Folge, bei der wir eben nur auf die Bilder schauen und uns selbst eine Geschichte dazu stricken mussten. Allegra ist die spritzige Variante des Grüezi auf Rumantsch! Allegra heisst aber seit neuestem auch das spritzige Grüezi für Ihren Allerwertesten. Allegra, die neueste Generation des Closomat Dusch-WC befindet sich derzeit mitten im Rollout. Peter Maurer, Geschäftsführer der Closemo AG, Hersteller des Closomat und langjähriger Kunde der Werbeagentur Therefore, weiss einige Geschichten zu erzählen. Therefore führte mit ihm ein Interview. Finden Sie heraus wie er so tickt und erfahren Sie mehr über die turbulente Firmengeschichte vom Marktbeherrscher bis zum Beinahe-Grounding. Und warum die Firma heute in der Kommunikation auf neue Medien setzt.

Begegnung mit einem alten Bekannten

Begegnung mit einem alten Bekannten

Letztes Wochenende hatten wir an der Schifflände in Schaffhausen eine Begegnung mit einem alten Bekannten! Unsere letztjährige Präventionskampagne «Keine Haie in unseren Flüssen» war eigentlich für 2014 konzipiert. Die Kampagne kam so gut an, dass sie nun diesen Sommer an verschiedenen Schweizer Flüssen in die Verlängerung geht. Das macht ja auch durchaus Sinn! Die Flussregeln sind uneingeschränkt gültig, die Schilder sind von hochwertiger Qualität und das Design ist – wie wir meinen – zeitlos!

Jetzt sind Sie gefragt! Wenn Sie in diesem Sommer einem «Hai» begegnen, machen Sie doch einen Schnappschuss und senden uns diesen per E-Mail oder posten ihn gleich auf unserer Facebook-Seite! Keine Angst, der Haifisch schnappt nicht zurück 😉

À propos alte Bekannte: Therefore führte mit Rolf Decker von der Präventionsabteilung der Kantonspolizei Zürich ein Interview. Er koordinierte die damalige interkantonale Hai-Kampagne mit den verschiedenen CH-Polizeikorps und der SLRG.

Der Sommer dauert dieses Jahr eine Sekunde länger!

Der Sommer dauert dieses Jahr eine Sekunde länger!

Am 1. Juli wird der Uhrzeit wieder mal eine Schaltsekunde zugefügt. Mutter Erde macht auf gemütlich und wir haben das Nachsehen. Wenn Sie sich jetzt fragen, wer Ihnen diese Übersekunde bezahlt, keine Bange! Die Schaltsekunde wird mitten zu nachtschlafender Zeit eingefügt und fürs Schlafen werden Sie schliesslich nicht bezahlt, ausser vielleicht wenn Sie Matratzentester sind.

Der Sommer 2014 hat mein positives Denkvermögen dahingehend zerstört, dass mein erster Gedanke war, diesen «Unsommer» noch eine Sekunde länger ertragen zu müssen. – Oder noch schlimmer, dass der Sommer wahrscheinlich in dieser 61sten Sekunde stattfinden wird. Doch seit letzten Freitag ist der Sommer ja da, zumindest mal für diese Woche, und da darf er gerne auch eine Sekunde länger bleiben.

Hoffentlich mutiert die diesjährige Schaltsekunde nicht wieder zur Schrecksekunde! Neben den vielen Servern, die weltweit abstürzten, Websites, die nicht mehr funktionierten und Fluggesellschaften, die ihre Flüge stornieren mussten, gibt es sehr viele sensible Zeitgenossen, die sich nie richtig an diese zusätzliche Sekunde von 2012 gewöhnt haben. Sie fallen denn am Mittwoch um 1 Uhr 59 Minuten und 59 Sekunden wohl lieber in den Sekundenschlaf, um nicht mitten in der Nacht aufstehen und alle Uhren im Haus um eine Sekunde vorstellen zu müssen.

 

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